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Heidelberg Materials setzt auf Recyclingbeton

Heidelberg Materials nutzt beim Neubauprojekt "Maison Westend" in Berlin Recyclingbeton aus abgerissenem Altbeton, um nachhaltiges Bauen zu fördern.

Von ABZ

Berlin (ABZ). – Bei dem Neubauprojekt "Maison Westend" im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt Heidelberg Materials nach eigenen Angaben, wie nachhaltiges Bauen aus einer Hand gelingen kann – vom CO2-reduzierten Recyclingbeton bis zur digitalen Betonüberwachung.

Auf dem 11.000 m² großen Grundstück entstehen laut dem Baustoffhersteller 13 Gebäude mit 256 Wohneinheiten. Der Projektentwickler Lagrande errichtet elf Gebäude, das kommunale Wohnungsunternehmen degewo zwei. Die sechs- bis siebengeschossigen Wohnhäuser nach Plänen von Tchoban Voss Architekten gruppieren sich um einen grünen Innenhof.

Zuvor hatten auf dem Grundstück zwei Wohnhochhäuser aus den 1960er-Jahren gestanden. Diese erwiesen sich 2019 zum Zeitpunkt der Übernahme durch die Lagrande Group als nicht mehr sanier- oder instandsetzbar und wurden bis Anfang 2023 abgerissen. Den Abbruch der Wohntürme und die Wiederaufbereitung des dadurch gewonnenen Altbetons übernahm ein Tochterunternehmen von Heidelberg Materials, die Berliner RWG- Gruppe.

"Das Betonabbruchmaterial wurde als rezyklierte Gesteinskörnung wiederaufbereitet und dem Beton des Neubaus wieder zugefügt", erklärt Oliver Schumacher, Geschäftsführer der RWG. "Damit sparen wir Primärrohstoffe wie Sand und Kies ein. Zudem können die beim Recycling anfallenden Feinmaterialien als zementhaltiges Material wieder der Zementproduktion zugeführt werden."

Aus Zeitgründen wurden bis zu 80 % der Bauteile als Fertig- oder Halbfertigteile realisiert. Hierzu wurde die Betonfertigteilsparte der Heidelberg Materials AG eingebunden. Die Elementdecken und Doppelwände wurden nach eigenen Angaben mit dem Beton evoBuild mit 30 % rezyklierter Gesteinskörnung verfüllt. Die Verfüllung der Halbfertigteile mit etwa 3500 m³ Transportbeton erfolgte über Betonpumpen sowie mit Kran und Kübeln.

Bei dem Projekt kamen digitale Betonsensoren zum Einsatz, die direkt in die Betonteile eingebaut wurden, informiert Heidelberg Materials. Nach der Betonage messen sie alle 15 Minuten die Wärme im Bauteil und berechnen die Druckfestigkeit. "Diese Sensoren bewähren sich besonders beim Einsatz innovativer Betone", berichtet Löwigt. "Wir können so die Ausschalungszeiten – und damit die gesamte Bauzeit – bestmöglich verkürzen."

Das Maison Westend wird laut dem Unternehmen nach aktuellen Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Die ersten drei Gebäude entsprechen nach eigenen Angaben dem KfW-55-Standard. Die später geplanten acht weiteren Wohngebäude sollen das DGNB-Zertifikat Gold erfüllen. Das Projekt soll 2025 fertiggestellt werden.

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