Campitello di Marcaria/Italien (ABZ). – Der italienische Maschinen-hersteller Negri, laut eigener Aussage seit mehr als 30 Jahren bekannt für Biohäcksler, Zerkleinerer, Komposttechnik und Laubsauger, baut seine Präsenz auf dem deutschen Markt deutlich aus.
Mit der Gründung von Negri Deutschland ab August 2025 sollen Kunden im Bundesgebiet direkten Zugang zu Produkten, Serviceleistungen und technischer Beratung erhalten.
Einblicke in die Produktpalette und die neue Vertriebsstruktur sollen bereits auf der demopark in Eisenach möglich sein. Am Stand H-816 werden unter anderem die Modelle C17 (Referenz-Häcksler) und R230 (kompakter, selbstfahrender Zerkleinerer für die Gartenpflege) präsentiert.
Das familiengeführte Unternehmen wurde von Marco Negri gegründet und wird heute von den Brüdern Roberto und Francesco Negri in zweiter Generation weitergeführt – beide sind Maschinenbauingenieure. Seinen Ursprung hat Negri im Bereich der Biohäcksler, dem bis heute wichtigsten Geschäftsbereich. Inzwischen bietet das Unternehmen ein umfassendes Portfolio, das vollständig im eigenen Werk gefertigt wird – von der Blechbearbeitung über das robotergestützte Schweißen bis hin zur Rotorproduktion. "Unser Ziel ist klar formuliert: Wir wollen in Deutschland nicht nur Maschinen verkaufen, sondern dauerhaft als verlässlicher Partner wahrgenommen werden", erklärt Roberto Negri, Geschäftsführer. "Die Kunden hierzulande sollen sich auf langlebige Technik, schnelle Ersatzteilverfügbarkeit und kompetenten Service verlassen können."
Mit dem Markteintritt in Deutschland setzt Negri laut eigener Aussage auf qualitativ hochwertige Produkte und Services, die sowohl kommunale als auch gewerbliche Kunden ansprechen sollen. Im Fokus steht dabei die neue Generation robuster, langlebiger Biohäcksler sowie kompakter Zerkleinerer. Mittels ihrer Leistungsfähigkeit und Flexibilität eignen sich die Maschinen nach Herstellerangaben insbesondere für kleinere Kompostieranlagen, wie sie zunehmend auch in Deutschland nachgefragt werden.
Ergänzt wird das Portfolio durch Modelle auf Raupenfahrwerk – dies sei ideal für den Einsatz im Mietgeschäft. Speziell in diesem Bereich sollen die Vorteile des Control & Reporting Systems (CRS) zum Tragen kommen: Damit lassen sich Wartungen und Betriebskosten überwachen – ein Mehrwert speziell für Verleiher und Dienstleister.
Negri hebt sich vom Wettbewerb nach eigenen Angaben nicht nur durch ein breit gefächertes Sortiment an Maschinen mit unterschiedlichen Schneidtechnologien – darunter Hammer-, Messer- und kombinierte Systeme – ab, sondern auch durch hohe Innovationskraft: Das firmeneigene On Board System (OBS) erlaubt die Maschinensteuerung via Touchscreen mit integrierten Diagnose- und Wartungsfunktionen.
Darüber hinaus stehen Sicherheitsfeatures wie die vollumfängliche Bedienung der Raupenmodelle via Remote-Control sowie die hydraulische Trennung von Vorschub und Fahrantrieb für ein sicheres Arbeiten im Vordergrund. "Wir sind der Meinung, dass schwere Maschinen aus sicherer Distanz bedient werden sollten – On-Board-Steuerungen schränken die Übersicht über das Arbeitsumfeld zu stark ein oder binden eine zweite Arbeitskraft mit Aufsichtsaufgaben", so die Geschäftsführer. Zur Sicherstellung einer optimalen Betreuung in Deutschland setzt das Unternehmen laut eigener Aussage auf ein flächendeckendes Händlernetz, das gezielt geschult und technisch unterstützt wird. Aktuell wird Negri dabei beratend von Hans-Joachim Endress unterstützt.
Ab dem 1. Juni ist zudem Thomas Mattis für den Vertrieb zuständig. Mattis war seit vielen Jahren selbstständiger Kommunalhändler und zuletzt im Außendienst für einen Kommunalhändler im Westen Deutschlands tätig.
Ersatzteile können bereits jetzt über ein neu errichtetes, vollautomatisiertes Logistikzentrum versendet werden, in dessen Bau Negri jüngst zwei Millionen Euro investiert hat. Zudem stehen technische Ansprechpartner telefonisch sowie per WhatsApp zur Verfügung, so das Unternehmen.