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Hausanschlüsse beschädigungslos verlegen

Von ABZ
Netzausbau
Übersicht Hausanschlussbaustelle: Das System verspricht eine bessere Kontrolle. | Fotos: Bohrtec

Alsdorf (ABZ). – Die flächendeckende Versorgung von Haushalten mit einer schnellen Internetanbindung ist leider in Deutschland immer noch nicht gewährleistet. Der immer größer werdende Druck von Städten und Gemeinden hat dazu geführt, dass inzwischen auch andere Unternehmen als die Deutsche Telekom sich des Ausbaus des "schnellen" Internets bis ins Haus angenommen haben. Für den norddeutschen Raum hat die EWE Netz GmbH bereits mehrere Erschließungsprojekte erfolgreich durchgeführt. Anders als bei manch anderen Unternehmen sind für die EWE Netz GmbH neben den Kosten auch die langfristige Qualität des Netzes, eine schonende Verlegung und der Schutz bestehender Infrastrukturleitungen wichtige Aspekte.

Verfahren wie Mikrotrenching, bei denen in die Oberflächen von Gehwegen und Straßen eingegriffen und deren Erscheinungsbild und Funktion dauerhaft verändert werden, sind deshalb für die EWE bislang keine Option. Erdraketen haben zwar den Vorteil der Schnelligkeit, aber den entscheidenden Nachteil, dass unbekannte Leitungen im Boden ohne unmittelbare Rückmeldung beschädigt werden können und die Folgen der Beschädigung erst nach Jahren zutage treten.

Auf der Suche nach einem kostengünstigen, aber schonenden, beschädigungsfreien und vorzugsweise grabenlosen Verfahren zur Verlegung von Glasfaserleerrohren hat die EWE zusammen mit der Fa. Post Bauunternehmen und Dr. Rüdiger Kögler schon im Jahr 2016 begonnen, ein Verfahren zu entwickeln, dass diese Bedingungen erfüllt. Nach anfänglich eher zu aufwendigen Ansätzen gelang 2017 mit der Entwicklung des Easy2 Jet der Durchbruch. Und seit 2018 hat die Bohrtec die Fertigung und den Vertrieb für das nun einfach zu handhabende und kostengünstige Easy2Jet System übernommen. Bei diesem nun ausgereiften und schon vielfach in der Praxis erfolgreich eingesetzten Verfahren wird eine dünne Kunststoffspüllanze (< 30 mm) ausgehend von einem kleinen Kopfloch mit der Unterstützung von einem Wasser/Bentonitgemisch händisch in den Boden eingeschoben. Der Wasserdruck kann durch Verwendung einer frequenzgeregelten Druckpumpe exakt auf die Bodenverhältnisse angepasst werden. Das anfallende Boden-Wassergemisch wird durch Verwendung einer Saugpumpe gleich aufgenommen. In dem zur Anlage gehörenden Separationstank wird nachfolgend der Boden von der Flüssigkeit durch Absetzen separiert.

Je nach Boden können durch diese Art des händischen Vortriebs Streckenlängen bis zu 60 m erreicht werden. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen laut Hersteller auf der Hand:

Die einzelnen Schritte zur schnellen, kostengünstigen und beschädigungsfreien Herstellung eines Glasfaserhausanschlusses in einem anspruchsvollen Wohngebiet sind in den Bildern dargestellt.

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