Hamburg (dpa). – Die sozial-orientierten Wohnungsunternehmen in Norddeutschland gehen davon aus, dass die von der Politik gesetzten Ziele beim Wohnungsneubau nicht erreicht werden können. Bei einer Umfrage des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) bewertete 86 Prozent der Unternehmen und Genossenschaften in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Aussichten als schlecht beziehungsweise sehr schlecht. 60 Prozent wollten deshalb den Start von Neubauprojekten verschieben oder würden das erwägen. Damit stehe die Errichtung von Tausenden bezahlbaren Wohnungen auf der Kippe, so der Verband. Als wichtigste Gründe wurden den Angaben zufolge der dramatische Preisanstieg bei Baumaterialien, gestörte Lieferketten und ein zunehmender Personalmangel bei Bauunternehmen genannt. Unklarheiten über die künftige öffentliche Förderung des Wohnungsbaus und steigende Bauzinsen verunsicherten ebenfalls viele Unternehmen, hieß es.
dpa
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