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WohnBau verwandelt Grundschule in Wohnensemble

Ein historisches Schulgebäude wird in ein modernes Wohnensemble umgewandelt. Welche Herausforderungen und Lösungen dabei im Fokus stehen, erfahren Sie hier.

Von ABZ
Neuer Wohnraum für Mönchengladbach
Die ehemalige evangelische Grundschule in Mönchengladbach wurde im 19. Jahrhundert erbaut. | Foto: Ledwig Spinnen

Mönchengladbach (ABZ). – Das kommunale Unternehmen WohnBau Mönchengladbach wandelt eine ehemalige evangelische Grundschule aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in ein Wohnensemble um, das 21 geförderte Mietwohnungen umfassen soll.

Der historische Backsteinbau wird durch einen kompakten Neubau auf dem ehemaligen Schulhof ergänzt. Das Projekt an der Knopsstraße im Stadtteil Westend wird von Ledwig Spinnen Architekten geplant.

Das Grundstück liegt zurückgesetzt von der Straße und ist von altem Baumbestand gefasst. Der historische Baukörper wird zu zwölf Zwei-Zimmer-Wohnungen umgebaut, der geplante flächeneffiziente Neubau ergänzt um neun weitere Einheiten, wie das Architekturbüro mitteilt.

Das Schulgebäude weist den Angaben zufolge Kriegsschäden und nachträgliche Provisorien auf, die statisch und konstruktiv nicht mehr tragfähig sind. Auch die innere Struktur der früheren Klassenräume verlangt Anpassungen im Sinne der Wohnnutzung. Teilweise werden Deckenabsenkungen vorgenommen, ferner haustechnische Systeme integriert und die Raumstruktur neu organisiert.

"Unser Ziel war es, den städtebaulich prägenden Bestand zu bewahren und nur dort einzugreifen, wo es aus Gründen der Sicherheit oder der künftigen Nutzung erforderlich war", erläutert Dietmar Ledwig, Partner bei Ledwig Spinnen.

Der historische Haupteingang mit seiner Treppenanlage ließ keine barrierefreie Erschließung zu. Das rückwärtige Treppenhaus entsprach nicht den Anforderungen an Flucht- und Rettungswege und wurde vollständig entkernt. Es erhält eine neue Treppenkonstruktion mit integriertem Aufzug. Im Bereich des Haupteingangs ergänzt eine vorgestellte Stahlwendeltreppe den zweiten Rettungsweg. Die Wohnungen im Altbau erhalten vorgestellte Systembalkone sowie barrierearme Bäder.

Der Neubau wird ebenfalls über ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug erschlossen. Ein- bis Drei-Zimmer-Grundrisse sind dort vollständig auf die Anforderungen mobilitätseingeschränkter Nutzer gemäß DIN 18040 abgestimmt. Die Wärmeversorgung erfolgt laut Ledwig Spinnen über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, unterstützt durch eine Photovoltaikanlage. Ergänzend umfasst das bauliche Konzept den Rückbau schadstoffbelasteter Bauteile, die brandschutztechnische Ertüchtigung sowie ein objektspezifisches Schallschutzkonzept.

Die energetische Auslegung erfüllt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes und ist förderfähig nach KfW-Standard. Die Bauzeit ist von Januar 2025 bis Oktober 2026 angesetzt.

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