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Rau Geosysteme setzt auf bepflanzbare Lärmschutzlösungen

Die Rau Geosysteme Süd GmbH, Marktführer für ökologische Lärmschutzwände, berichtet von hoher Nachfrage trotz schwächelndem Neubau. Ihre "Rau Klimawand" bietet Schallschutz und ökologische Vorteile.

Von ABZ
Ökologische Lärmschutzwände als Trend
Idyllischer Lärmschutz an der B 17: Die Rau Klimawand sorgt für Ruhe am Campingplatz Bannwaldsee. | Foto: Ingo Jensen/Rau Geosysteme Süd

Kaufbeuren (ABZ). – Trotz schwächelndem Neubau bleibt die Nachfrage nach ökologischen Lärmschutzmaßnahmen auf hohem Niveau. Das berichtet Erwin Königsberger, Geschäftsführer der Rau Geosysteme Süd GmbH aus Kaufbeuren.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer für ökologische, bepflanzbare Lärmschutzwände.

Die sogenannte "Rau Klimawand" wird laut Hersteller mit dem Aushubmaterial der Baustelle verfüllt und anschließend mit heimischen Kletterpflanzen bepflanzt. Ein aktuelles Beispiel ist die "König-Ludwig-Wand" am Bannwaldsee direkt unter dem Schloss Neuschwanstein im Ostallgäu.

Lösung gegen Lärm

Der 5-Sterne-Campingplatz Bannwaldsee liegt in Schwangau direkt an der vielbefahrenen B 17 nach Füssen. Die Betreiberfamilie Helmer wollte ihren Gästen den Verkehrslärm nicht länger zumuten. Die neue Rau Klimawand R3 am Campingplatz ist 300 m lang und 3 m hoch. Sie wurde mit typischen Kletterpflanzen wie Efeu belegt, die Singvögeln, Kleintieren und Insekten Nistmöglichkeiten und Futter bieten. Die von Rau entwickelte Lärmschutzwand lässt sich in der 25 cm breiten Rock-Variante auch als mobile Einheit für den Lärmschutz an Baustellen verwenden. Bei dieser Ausführung werden die Lärmschutzmodule über Stahlträger in mobilen Betonfundamenten verankert. Neben der klassischen Klimawand R3 und der Rock-Ausführung bietet Rau die Hybrid-Variante "Alpin" an, die von außen wie ein Natursteinkorb aussieht. Trotz der durchlässigen Optik schützt die Rau Alpin laut Hersteller dank ihres monolithischen Sandkerns vor Lärm. Als geschütteter, fugenloser Natursteinvorsatz eignen sich Granit, Schotter oder Lavastein.

Die Stadt Rehau in Oberfranken setzte auf diese Variante beim 300 m langen und 4 m hohen Lärmschutz für das neue Wohngebiet "Fichtig Süd". Als Gabionenschotter werden etwa 240 m³ einheimisches grünes Gestein vom Hessit Werk Steinbruch verwendet.

Energiewende mitgestalten

Rau Geosysteme beteiligt sich nach eigenen Angaben aktiv an der Energiewende über sogenannte Energiewände. Die grünen Lärmschutzwände lassen sich bei Bedarf auch mit Photovoltaikanlagen bestücken, wie ein aktuelles Projekt in Wien zeigt. Dort entsteht ein neues "Alternatives Kraftwerk" (AKW), das mit grünem Strom läuft.

Die Klimawand von Rau lässt sich laut Hersteller um bis zu 40 % günstiger installieren als Stein-Gabionen und Betonwände. Für die fest verbauten Varianten sind keine Betonfundamente notwendig, was Zeit und Geld spart. Aufgrund ihrer Bepflanzung sorgt die Wand für Feinstaubabsorption.

Die Lebensdauer beträgt nach Herstellerangaben bis zu 80 Jahre. Die bepflanzten Lärmschutzwände von Rau bieten laut Hersteller Sicht-, Schall- und Lärmschutz von Anfang an. Die Begrünung der Wand entwickelt sich auf einem Vlies mit aufgesteppter Kokosfaser. Die Wände nutzen den Regen und kommen fast komplett ohne künstliches Bewässerungssystem aus. Nur in den ersten drei bis fünf Jahren ist je nach Standort und Klima eine minimale Tröpchenbewässerung notwendig. Das System wird von Fachkräften vor Ort aufgestellt, kann aber auch als Bausatz geliefert werden. Die massiven und stückverzinkten Trägerprofile und Gittermatten des vorgefertigten Korbgerüsts sind nach Unternehmensangaben korrosionsbeständig dimensioniert. Mit wenig Aufwand können Photovoltaik-Module montiert werden.

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