Bützberg (ABZ). – Um den CO2-Fußabdruck von Architekturgläsern weiter zu reduzieren, setzt Glas Trösch zukünftig nach eigener Aussage auf Dünnglas-Lösungen.
Dafür gab die Schweizer Gruppe kürzlich eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Corning Incorporated bekannt. Als erstes Produkt wurde ein Dreifach-Isolierglas entwickelt. Dieses Dreifach-Isolierglas von Glas Trösch wird Corning ATG als Mittelscheibe integrieren.
Mit einer Dicke von 0,5 mm ist diese wesentlich dünner als Standard-Floatglas und entsprechend leichter. Ein weiterer Vorteil: Das ultradünne Mittelglas ermöglicht eine Erhöhung der Gasfüllung in der Isolierglaseinheit, was zu einem verbesserten Ug-Wert führt und damit den CO2-Fußabdruck weiter reduziert, erläutern die Verantwortlichen. Zurzeit arbeitet die Glas Trösch Gruppe mit Hochdruck daran, adäquate Produktionskapazitäten aufzubauen und Zertifizierungen durchzuführen.
Die ersten Dünnglas-Lösungen sollen voraussichtlich Ende dieses Jahres marktreif werden. "Wir freuen uns sehr über die Kooperation. Das herausragende technische Know-how von Corning ermöglicht es uns, in Verbindung mit unserer modernen Produktion in Zukunft ein noch breiteres Spektrum an nachhaltigen Glaslösungen in Schweizer Qualität anzubieten", betont Fabian Zwick, CEO der Glas Trösch Gruppe. Ron Verkleeren, Senior Vice President, Emerging Innovations Group,
Corning, ergänzt: "Wir freuen uns, mit einem Branchenführer wie Glas Trösch zusammenzuarbeiten, um Kunden in ganz Europa hochwertige, leichte und energieeffiziente Lösungen mit einer deutlich geringeren CO2-Bilanz anzubieten. Dies ist ein wichtiger Gewinn für die Umwelt und für die Kunden, da sowohl neue als auch Bestandsgebäude profitieren werden." Im Rahmen der Kooperation wird Glas Trösch neben Dreifach-Isoliergläsern auch noch weitere Produkte mit Dünnglas auf den Markt bringen.