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Druckstabile Tore

Schott Pharma AG nutzt druckstabile Schnelllauftore von Efaflex, um in Reinräumen eine hohe Partikelfreiheit und Energieeffizienz zu gewährleisten.

Von ABZ

Torschleusen sichern sensible Bereiche.

Müllheim (ABZ). – Das Karussell der Maschine dreht sich schrittweise im Sekundentakt. Ein Roboterarm greift fertige Glasröhren, etwa 8 m lang, aus einem vollautomatischen Glaslager und übergibt sie in senkrechte Halterungen in der Maschine. Die führt die Glasrohkörper mit jeder Bewegung an horizontal angeordneten 1000 °C heißen Flammen vorbei, die das Glas erhitzen.

Werkzeuge in der Maschine formen die heiße Masse, bevor das Glas dann am Ende des Prozesses abgeschnitten wird. Als Endprodukt verlassen Ampullen für flüssige Medikamente die Maschine in der Produktionshalle der Schott Pharma AG & Co. KGaA Müllheim. Die Räume, in denen die kleinen Gefäße auf ihre Qualität kontrolliert und danach verpackt werden, sind Reinräume. Um eine der Reinraumklasse entsprechende Partikelfreiheit zu gewährleisten, sind diese Bereiche laut Unternehmen durch Torschleusen gesichert, die mit Schnelllauftoren EFA-SRT-Cleanroom von Efaflex arbeiten.

"Wir haben uns für den Neubau sowie beim Tausch von Toren in den Bestandsbauten generell für einen Anbieter von hochwertigen Toren als auch mit einem sehr guten Serviceniveau entschieden", berichtet Michael Bury, Head of Technical Service am Standort Müllheim. Der Maschinenbauer ist verantwortlich für die Bauprojekte und die Technik im Werk.

Je nach Einbausituation müssen die Tore im Werk unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Bei den Toren für den Hallenabschluss sei eine hohe Energieeffizienz sehr wichtig. In einer Materialschleuse verweist er auf weitere Nutzungsaspekte: "Diese Schleusentore aus der EFA-SRT-Cleanroom-Reihe von Efaflex zum Beispiel sind sehr druckstabil. Unsere Reinräume werden mit einem Überdruck von 35 Pascal gefahren. Das sorgt dafür, dass bei einer Öffnung der Tore der Luftstrom nur nach außen fließen kann."

Mit Toranlagen für Reinräume der Klassen 5 bis 7, die nach DIN EN ISO 14644-1 und VDI 2083 zertifiziert sind, bietet Efaflex laut eigenen Angaben eine große Bandbreite an Möglichkeiten, sensible Bereiche fachgerecht abzuschließen. Die Tore sollen durch ihre hohe Luftdichtigkeit in Kombination mit einer aufwendigen Torblattführung überzeugen, um unerwünschten Luftaustausch bei Druckdifferenzen zu verhindern.

Die glatte Oberflächenstruktur und das kantenlose Design der Schnelllauftore sollen die Reinigung erleichtern und verhindern weitgehend, dass sich Partikel absetzen. Schnelles Öffnen und Schließen erhöhe die Wirtschaftlichkeit im Reinraum. So soll die Filterbelastung niedrig gehalten und der Luftverlust reduziert werden.

Zwischen dem Produktionsbereich und dem Verbindungsgang zum Lager öffnen sich sehr kurz nacheinander zwei weitere Tore, EFA-SRT-ECO. Ein drittes Tor mit transparenten, gedämmten Lamellen, im rechten Winkel nach außen angeordnet, bleibt geschlossen. Das gedämmte Tor in der Müllschleuse, das seinerzeit der Generalunternehmer eingebaut hatte, musste schon nach kurzer Zeit durch Efaflex ersetzt werden, weil es den vielen Lastwechseln nicht gewachsen war. "Dahinter liegt unser Entsorgungsbereich", erklärt Bury.

Die beiden innenliegenden Tore und das äußere seien gegeneinander verriegelt. Das heißt, die Mitarbeiter können entweder nur das Außentor oder die beiden inneren öffnen. "Dadurch wird der Eintrag von Partikeln und vor allem von Insekten in die Produktion vermieden", fährt der Technik-Leiter fort. "Wir sind ein Zulieferer für die Pharmaindustrie. Demzufolge arbeiten wir unter strengsten Auflagen. Wenn wir in einer Packung eine Verunreinigung, zum Beispiel durch Insekten, feststellen würden, könnten wir die gesamte Charge nicht ausliefern."

Denn in die 13 Milliarden Medikamentenbehälter, die jedes Jahr die Werke von Schott Pharma verlassen, werden unter anderem Impfstoffe und flüssige Medikamente eingefüllt, die dann ihren Weg zu Patienten in die ganze Welt nehmen.

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