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Nachhaltiges Rückbaukonzept in Krefeld realisiert

In Krefeld wird ein nachhaltiges Rückbaukonzept umgesetzt: Alte Materialien der Werner-Rittberger-Eissporthalle werden recycelt und für neue Projekte genutzt.

Von ABZ
Platz für Neues schaffen
Insgesamt sind rund 37 200 m³ umbauter Raum abgebrochen worden. | Foto: Frauenrath

Krefeld (ABZ). – Im linksrheinischen Krefeld schafft die Heinsberger A. Frauenrath Recycling GmbH durch ein aufwendiges Rückbauvorhaben Platz für Neues. "Doch tatsächlich", so Frauenrath-Bauleiter Michael Franz, "geht es hier um noch viel mehr." Denn insbesondere der erste Teil der Beauftragung, die Entkernung und der Abbruch der traditionsreichen Werner-Rittberger-Eissporthalle, zeichnet sich durch ein vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept aus, heißt es von Unternehmensseite. Das Vorhaben stehe beispielhaft für einen modernen, zukunftsgewandten Rückbau, der in weiten Teilen das Prinzip der Kreislaufwirtschaft umzusetzen sucht.

Die Arbeiten wurden von November 2024 bis Februar 2025 durchgeführt, insgesamt sind dabei rund 37 200 m³ umbauter Raum abgebrochen worden. Auf dem Baufeld an der Westparkstraße ist eine umfangreiche Wohnbebauung geplant; zum Auftakt wird hier zunächst eine Seniorenresidenz errichtet.

Bereits mit dem ersten Spatenstich war das ambitionierte Ziel verbunden, möglichst viel der anfallenden Rückbaumaterialien und des ausgedienten Interieurs wiederzuverwerten. Und das nicht nur für die neue Bebauung vor Ort, sondern auch für Verwendungszwecke an ganz anderer Stelle. So sorgt beispielsweise die ausgebaute Deckenbeleuchtung für Licht im Bad am Stadtpark in Fischeln. Und die Klimaanlage leistet derweil wertvolle Dienste im Badezentrum Bockum.

Kurzum: Die Rückbaumaßnahme setzt auf eine konsequente Reduzierung des Abfallaufkommens und eine Schonung wertvoller Ressourcen.

Dies gilt auch für das eigentliche Abbruchmaterial, das noch auf der Baustelle gebrochen wurde. Es kommt als Verfüllmaterial auf dem angrenzenden Areal des ehemaligen Abpackstandorts von Kerrygold zum Einsatz.

Denn seit Februar 2025 ist Frauenrath hier mit dem zweiten Teil der Beauftragung beschäftigt: Während die oberirdische Bebauung schon vor eine Weile abgebrochen worden ist, standen die erforderlichen Erdarbeiten bislang noch aus. Frauenrath stellt in insgesamt zwei Bauabschnitten eine 22 500 m² große Baugrube mit einer Tiefe von bis zu 3 m her. Vorbereitet wird damit der Bau der neuen Rheinlandhalle, einer Doppel-Eishalle mit Tribünenanlage und Parkhaus sowie einer integrierten Dreifach-Turnhalle.

"Auch dies ist ein anspruchsvolles Vorhaben, das mit Umsicht geplant und vorbereitet wurde", berichtet Michael Franz: "Denn hier gilt es unter anderem, die vielen im Boden verbliebenen Keller und Fundamente abzubrechen."

Hinzu kommt, dass zur Verfüllung der Keller die unterschiedlichsten Materialien verwendet wurden. Diese sind nicht nur auszubauen, sondern sie sollen auch für die spätere Bebauung wiederverwertet werden. Umfang und Anforderungen der Maßnahme sind also groß und komplex, weshalb die Arbeiten hier noch bis voraussichtlich Anfang nächsten Jahres andauern werden.

Die A. Frauenrath Recycling GmbH denkt nach eigenen Angaben seit über 30 Jahren heite schon an morgen und recycelt, saniert, bricht ab und entkernt, hebt aus und trägt ab. Die Spezialisten im Unternehmen verfolgen nachhaltige Strategien und suchen ganzheitliche Lösungen und setzen auf regenerative Energien, betreiben Fotovoltaik- und Solaranlagen sowie Windkraft- und Biogasanlagen und investieren in Elektromobilität.

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