Überlingen (ABZ). – Umgefahrene Verkehrsschilder und beschädigte Poller bedeuten für Straßenbauträger oft aufwändige Reparaturen oder komplette Austauscharbeiten. Der horizontale Richtheber GetuP soll laut Hersteller Zeit und Kosten beim Aufrichten und Reparieren sparen.
Pellenc vertreibt das patentierte Produkt von Pro Assist in Deutschland.
Bislang bedeutete die Reparatur angefahrener Schilder und Poller einen hohen Aufwand.
Der Standort musste je nach Gefahrenlage und Verkehrssituation abgesperrt und temporär gesichert werden. Häufig konnte nur vor Ort durch Ausprobieren festgestellt werden, ob das Schild oder der Poller noch aufgerichtet werden kann oder ob eine Demontage und ein Austausch mit Fundamentarbeiten notwendig wird.
Das Gerät lässt sich nach Herstellerangaben mit kompakten Fahrzeugen transportieren. Mit einem leichten Wagen wird GetuP zu oder zwischen zwei Einsatzorten bewegt. Der Richtheber ist für eine Ein-Personen-Bedienung konstruiert. Eine zweite Person zum Halten oder zur Baustellensicherung ist laut Pellenc nicht notwendig. Das Gerät benötigt keinen Strom und ist sofort einsatzbereit.
Größe, Gewicht und Funktionsprinzip sind mit einem Wagenheber zu vergleichen. Dazu wird ein Seil um die Stange geschlungen, die aufzurichten ist. Der Hydraulikzylinder setzt im zweiten Arbeitsschritt automatisch auf den oberen Teil der Stange auf. Die Schubkraft wird bis zum Ende des Aufrichtvorgangs angewendet.
Durch den niedrig gehaltenen Druckpunkt können auch Verkehrsschilder von geringer Höhe aufgerichtet werden. Poller und Schilder werden laut den Verantwortlichen innerhalb von zwei Minuten aufgerichtet. Das Verfahren reduziert nach Angaben von Pellenc nicht nur die Einsatzzeit und die Kosten, sondern bestehende Infrastruktur wird erhalten und wiederverwendet. Das schont Ressourcen, spart Material und reduziert Emissionen.