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Hohes Auftragspolster, solide Bilanz

Porr erzielt 2024 ein starkes Geschäftsjahr mit 8,5 Mrd. Euro Auftragsbestand, steigert EBIT-Marge auf 2,6 % und plant für 2025 weitere Leistungssteigerungen.

Von ABZ

Wien/Österreich (ABZ). – Der Baukonzern Porr wuchs auch 2024 deutlich stärker als der Markt, teilt das Unternehmen jetzt mit. Neben Produktionsleistung und Auftragseingang konnte auch der Auftragsbestand um 1,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro erhöht werden.

Zusätzlich bestätigt die finanzielle Performance der Porr ihre strategische Ausrichtung. Sie steigerte ihre EBIT-Marge auf 2,6 Prozent. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 21,1 Prozent. Porr-CEO Karl-Heinz Strauss bekräftigt: "Die Zahlen sprechen für sich: Wir haben 2024 mit Porr in einer durchwachsenen Wirtschaftslage sehr gute Ergebnisse erzielt. Das zeigt, dass wir in unseren Heimmärkten richtig aufgestellt sind und dank der großen Bandbreite unserer Leistungen stetig unser intelligentes Wachstum vorantreiben können.".

Während das Betriebsergebnis (EBIT) um 12,9 Prozent auf 158,4 Millionen Euro anstieg, verbesserte sich auch das Ergebnis je Aktie auf 2,32 Euro. Gleichzeitig verzeichnete Porr laut den Verantwortlichen erneut große Fortschritte bei der Finanzlage: So wurde die Bruttoverschuldung (Summe aus Leasing- und Finanzverbindlichkeiten) weiter abgebaut und das Eigenkapital – trotz Rückzahlung von Hybridkapital im Jahr 2024 – gesteigert. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2024 bei 21,1 Prozent.

Die Firma Porr gewann insgesamt 6 846 Millionen Euro an Neuaufträgen – eine Steigerung um 0,2 Prozent gegenüber dem hohen Vergleichswert des Vorjahrs. Dazu gehört die Errichtung eines großen Datencenters um knapp 200 Millionen Euro und einer Produktionsanlage für ein Pharmaunternehmen um knapp 100 Millionen Euro, beides in Deutschland. Im Tiefbau erhielt die Porr im vierten Quartal unter anderem den Auftrag über die Erneuerung der Luegbrücke in Österreich. Damit konnte im Auftragsbestand das hohe Vorjahresniveau um 1,1 Prozent auf 8543 Millionen Euro gesteigert werden.

In der Produktionsleistung konnte Porr insbesondere in Rumänien sowie im Segment Infrastruktur International im Bereich Tunnelbau zulegen. Gruppenweit steigerte sie die Leistung um 2,6 Prozent auf 6 747 Millionen Euro Dabei wurden 57,4 Prozent der Gesamtleistung im Tiefbau erzielt. Während der Wohnbau mit einem Anteil von 8,1 Prozent noch eine untergeordnete Rolle einnahm, zeigt sich der übrige Hochbau mit 24,4 Prozent besonders solide. Für zahlreiche Industriekunden ist Porr ein bevorzugter Partner, wenn komplexe Bauprojekte zeit-, kosten- und qualitätskonform fertigzustellen sind.

Angesichts der erfreulichen Entwicklung der Finanz- und Ertragslage von Porr schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Porr AG der Hauptversammlung für das Berichtsjahr 2024 eine Dividende von 0,90 Euro vor. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 38,8 Prozent.

Für die europäische Wirtschaft wird seitens OECD für das Jahr 2025 mit einem Wachstum von 1,3 Prozent und einem deutlichen Anstieg privater Investitionen gerechnet, gestützt durch weitere Zinssenkungen und verbesserte Kreditbedingungen, informiert der Konzern. "Das bedeutet auch für die Bauwirtschaft erfreuliche Impulse, beispielsweise wird die Auftragslage im Industriebau zulegen", so Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. "Wir sehen im wiedererstarkenden Wohnbau gute Wachstumschancen, ebenso im Bau von Datencentern und Gesundheitseinrichtungen. Zudem sind substanzielle Investitionen in den Infrastrukturausbau, wie etwa zuletzt in Deutschland in Aussicht gestellt, zu erwarten."

Die Dekarbonisierung und die Energiewende bleiben laut dem Unternehmen starke Wachstumsfaktoren: So etwa im Bau von Pumpspeicherkraftwerken, Leitungsausbau für den Grünstrom und Erneuerung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur in allen Heimmärkten.

Porr treibt dabei im Rahmen der Strategie "Intelligentes Wachstum mit Green and Lean" die Dekarbonisierung zügig mit konkreten Schritten voran. Mit dem Bekenntnis zu den wissenschaftsbasierten Klimazielen im Rahmen der "Science Based Targets Initiative" hat die Firma sich verpflichtet, wissenschaftlich fundierte Klimaziele zur kurzfristigen Emissionsreduzierung bis 2030 innerhalb von 48 Monaten einzureichen.

Auf Basis des kontinuierlich hohen Auftragsbestands von 8,5 Milliarden Euro geht der Vorstand für das Jahr 2025 von einer moderaten Leistungs- und Umsatzsteigerung sowie von einer EBIT-Marge von 2,8 bis 3,0 Prozent aus. Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiert sich an den aktuellen Zielen in den einzelnen Bereichen sowie an den Chancen und Risiken, die sich in den jeweiligen Märkten ergeben.

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