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DMT überwacht längsten Mikrotunnel Belgiens

DMT vermisst den 1288 m langen Mikrotunnel des ECLUSE-Schelde-Projekts in Antwerpen millimetergenau mit dem Gyromat für die Dekarbonisierung des Hafens.

Von ABZ
Präzision bei Bauprojekten
Im Auftrag der Firma K-Boringen ist DMT für die Tunnelvermessung zuständig, wobei der Gyromat zum Einsatz kommt. | Foto: DMT

Antwerpen/Belgien (ABZ). – DMT übernimmt die Vermessung des aktuell längsten Mikrotunnels Belgiens im Rahmen des ECLUSE-Schelde-Projekts in Antwerpen.

Mit dem Gyromat, nach Informationen des Unternehmens dem weltweit präzisesten Vermessungskreisel, soll der Verlauf des rund 1300 m langen Tunnels unter der Schelde millimetergenau überwacht werden.

In Antwerpen entsteht unter der Schelde der mit 1288 m längste Mikrotunnel Belgiens. Der ECLUSE-Schelde-Tunnel ist Teil eines Energie- und Infrastrukturprojekts der Region.

Ziel ist der Aufbau eines Dampfverbundsystems, das industriell erzeugte Abwärme nutzbar macht und über eine unterirdische Leitung auf die gegenüberliegende Flussseite transportiert. So können am Scheldeufer gelegene Industrieunternehmen, darunter Evonik, mit Prozesswärme versorgt werden.

Das Projekt soll laut Angaben des Unternehmens dazu beitragen, jährlich bis zu 150.000 t CO2 einzusparen. Es gilt demnach als Schlüssel für die Dekarbonisierung des Hafens im belgischen Antwerpen.

Im Auftrag der Firma K-Boringen ist DMT für die Tunnelvermessung zuständig, wobei der Gyromat zum Einsatz kommt.

Die Messung erfolgte im Juni 2025 und dient der Lagekontrolle des Tunnelverlaufs im nicht begehbaren, unterirdischen Bohrabschnitt.

Bereits zuvor richtete DMT ein GNSS-basiertes Grundlagennetz zur Koordination der drei Zugangs- bzw. Start- und Zielschächte des Tunnels ein, die als Referenzpunkte für die anschließende Vermessung dienten. "Gerade bei langen Tunnelbohrungen wächst der mittlere Durchschlagsfehler. Die Hauptursache liegt in der abnehmenden Genauigkeit in langen Polygonzügen, hier sind kreiselgestützte Messungen entscheidend für die Durchschlagsgenauigkeit. Unser Ziel ist es, potenzielle Abweichungen frühzeitig zu erkennen und zu minimieren – insbesondere bei Infrastrukturen mit geringen Toleranzen", sagt Benedikt Wolters, Senior Ingenieur für Vermessung bei DMT.

Die Fertigstellung des Projekts ist für den Sommer 2026 geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird es Industrieunternehmen wie Evonik mit Dampf versorgen, heißt es seitens des Unternehmens. Die DMT Group bringt dabei ihre Erfahrung aus internationalen Großprojekten wie dem Eurotunnel, dem Brenner-Basistunnel und zahlreichen Metrobauten weltweit ein.

Exzellenz und Innovation – das ist nach eigenen Angaben der Anspruch von DMT GmbH & Co. KG (DMT Group) als unabhängige, global tätige Gesellschaft für Ingenieurdienstleistungen und Beratung in den Märkten "Anlagenbau und Verfahrenstechnik", "Infrastruktur und Bauwesen" sowie "Rohstoffe und Energie". Nachhaltige Wertschöpfung für alle Auftraggeber ist das Ziel. Wissen, Digitalisierung und Internationalisierung sind der Schlüssel dazu, so das Unternehmen. Dazu bringt DMT GROUP als Teil der Business Unit Energy & Resources der TÜV NORD GROUP die Erfahrung von über 280 Jahren ein.

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