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Max Wild setzt auf RATL-Messe 2025 für Investitionen

Max Wild GmbH besucht die RATL 2025 in Karlsruhe, um neue Technologien für Bau und Abbruch im Live-Einsatz zu erleben und Investitionsentscheidungen zu treffen.

Von ABZ
Praktische Einblicke und neue Lösungen
Daniel Wild (Geschäftsfeldleiter Maschinentechnik bei der Max Wild GmbH) schätzt die RATL als Entscheidungsgrundlage für Investitionen. | Foto: Messe Karlsruhe

Karlsruhe. – Innovative Verfahren und Produkte haben das schwäbische Abbruch- und Bauunternehmen Max Wild GmbH groß gemacht. Für weitere anstehende Investitionen will Daniel Wild vom Familienbetrieb aus Berkheim im Oktober 2025 die RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE (kurz: RATL) in der Messe Karlsruhe besuchen, um modernste Maschinen und Verfahren für Abbruch, Bau und Recycling in Aktion zu erleben.

Im Interview schildert er den Mehrwert von Live-Demomessen wie die RATL für kommende betriebliche Aufgaben.

In zweiter und dritter Generation familiengeführt, hat sich die schwäbische Max Wild GmbH mit rund 900 Mitarbeitenden zu einem bedeutenden Marktteilnehmer im Abbruch und Bauwesen in ganz Süddeutschland entwickelt. Dazu haben kontinuierliche Investitionen in Maschinentechnik und Infrastruktur beigetragen – getreu dem Anspruch, durch intelligente Technik und einem Fuhrpark in Top-Zustand das Maximum aus jeder Arbeitskraft herauszuholen. Diese Innovationskraft zahlt sich nicht nur in der eigenen Prozessoptimierung aus, sondern schlägt sich auch in der Entwicklung schlüssiger Dienstleistungen und technischer Eigenlösungen für den Bau- und Abbruchmarkt nieder.

Daniel Wild, Geschäftsfeldleiter Maschinentechnik, sieht Innovationsfähigkeit als zentralen Erfolgsfaktor. Für anstehende Investitionen freut er sich darauf, im Oktober 2025 auf der RATL in Karlsruhe unerwartete Produktlösungen zu entdecken – nicht nur im Gespräch, sondern im realitätsnahen Live-Einsatz. Die Fachmesse für Bau, Abbruch und Recycling kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn im Oktober und November wird die Investitionsplanung für das kommende Jahr durch Daniel Wild konkretisiert. Das Unternehmen sucht auf der RATL gezielt nach Technologien, die Mehrwert auf der Baustelle schaffen.

Welche technologischen Weichenstellungen haben Ihr Unternehmen zuletzt geprägt?

Daniel Wild: Die Geschäftsfelder "Abbruch und Tiefbau" sind mit rund 600 unserer 900 Beschäftigten das Herzstück der Max Wild GmbH. Beide haben sich in den vergangenen Jahren dynamisch weiterentwickelt. Ein Meilenstein war im Jahr 2021 die Übernahme der Horizontal-Verschubsysteme vom Hersteller Multilift. Bereits ein Jahr zuvor haben wir unsere Kompetenzen im Geschäftsfeld "Heavy Move" gebündelt. Heute wird das konventionelle Verfahren wie Kran- oder Litzentechnik um das Fluidts-Verschubsystem ergänzt.

Mithilfe von Hydraulikpressen und Gleitschienen lassen sich damit riesige Massen, wie Brückenteile oder Industrieanlagen bis 10.000 Tonnen Gewicht, präzise heben, senken oder bewegen – sei es im Bauwesen oder im Abbruch schwerer Industrieanlagen. Dieses Beispiel zeigt, wie wir neue Maschinen und Methoden einsetzen, um buchstäblich etwas zu bewegen. Insgesamt investieren wir jährlich rund 10 bis 13 Millionen Euro in unseren Fahrzeug- und Maschinenpark. Aktuell wollen wir uns technisch auf den erwarteten Investitionsschub im Infrastrukturbau vorbereiten.

Die RATL in Karlsruhe ist dazu eine gute Gelegenheit, neue Maschinen nicht nur als Einzellösungen am Stand, sondern in herstellerübergreifenden Anwendungsszenarien im Live-Einsatz zu erleben. Dort kann ich an einem einzigen Messetag drei verschiedene Scheren oder Brechanlagen im direkten Vergleich sehen – das ist für unsere betriebliche Praxis enorm wertvoll. Mein letzter Besuch der RATL liegt schon etwas zurück. Doch schon damals habe ich die Messe als echte Inspirationsquelle erlebt, weil man dort nicht nur Technik präsentiert bekommt, sondern sie in der Praxis sieht. Ich bin nun sehr gespannt, wie sich dieses Format weiterentwickelt hat und uns Orientierung zu neuen Lösungen bietet.

Wie steuern Sie den Betriebserfolg?

Daniel Wild: Maschinen- und Gerätevergleiche auf Demomessen wie der RATL, die in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf Abbruchlösungen legt, ermöglichen eine kontinuierliche Reflexion der eigenen Arbeitsprozesse und liefern eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu anstehenden Investitionen. Im gleichen Atemzug dient sie als Inspirationsquelle für eigene Entwicklungen. So hat unsere Entwicklungsabteilung aus den überzeugendsten Merkmalen dreier marktgängiger Abbruchscheren eine eigene Schere konstruiert, die wir heute in unseren Abbruchprojekten einsetzen.

Eine weitere Innovation stammt aus unserer Firmensparte "Bau" mit Fokus auf das grabenlose Horizontalbohren. Problematisch bei dem HDD-Verfahren war bisher der anfallende Bohrschlamm. Unsere Ingenieure haben hierfür den Mudcleaner Truck entwickelt – eine mobile Lösung auf Lkw-Chassis, speziell für die Horizontalbohrtechnik. Bei diesem mobilen Verfahren für das grabenlose Horizontalbohren reduzieren sich der Wasserverbrauch, das Abfallaufkommen und die Entsorgungskosten um bis zu 90 Prozent. Der Mudcleaner Truck kommt nicht nur in unseren eigenen Projekten zum Einsatz, sondern wird mittlerweile auch sieben- bis zehnmal pro Jahr verkauft. Damit sind wir heute nicht nur Anwender, sondern auch Fahrzeughersteller im Spezialsegment.

Will sich die Max Wild GmbH noch breiter aufstellen?

Daniel Wild: Hier bleiben wir konsequent dran! Bereits 2019 haben wir unser Leistungsspektrum um die Eigenmarke "Die Werkstatt" erweitert, die ich als Geschäftsfeldleiter verantworte. Hier sorgen ausgebildete und erfahrene Baumaschinen- und Fahrzeugmechatroniker nicht nur für die Wartung unseres eigenen Fuhrparks - auch externe Kunden wie Speditionen, Landwirte, Bauunternehmen oder GaLaBau-Betriebe setzen auf unser Know-how und in die Qualität unserer Arbeit. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Anbaugeräte, Schnellwechselsysteme und Tiltrotatoren, um kostspielige Handarbeit zu minimieren und unsere Baustellenprozesse effizienter zu gestalten. Damit dieses Zusammenspiel verschiedener Komponenten gelingt, engagieren wir uns als einziger Anwender in der Arbeitsgemeinschaft MIC 4.0 des VDMA. Gemeinsam mit führenden Herstellern treiben wir dort die Entwicklung herstellerübergreifender Schnittstellenstandards aktiv voran. Ein solches Engagement lebt vom Austausch und genau diesen fördert auch das Messekonzept der RATL. Die Plattform ermöglicht intensive Gespräche mit Marktbegleitern, öffnet den Blick über den Tellerrand und schafft Raum für neue Impulse. Wir nehmen auch gezielt Mitarbeitende aus der zweiten Führungsebene mit auf die Messe – weil das, was zählt, in der Praxis entsteht und im Dialog weiterführt.

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Dieses Interview wurde der ABZ-Redaktion von der Messe Karlsruhe zur Verfügung gestellt.

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