Essen (ABZ). – Mit dem neuen Azengar 3R hat die VM Building Solutions Deutschland GmbH laut eigenen Angaben ein Titanzink auf den Markt gebracht, das vollständig aus recyceltem Material besteht.
Die Besonderheit: Erstmals weist ein recyceltes Titanzink die gleichen Materialeigenschaften auf wie ein Produkt, das aus komplett neuen Rohstoffen hergestellt wird. Gewöhnlich geht ein Recycling mit gewissen Qualitätseinbußen einher, informiert das Unternehmen. Azengar 3R erreiche hingegen das gleiche hohe Qualitätsniveau wie herkömmliches Azengar.
Architekten können damit bei der Planung der Gebäudehülle erhebliche Ressourcen einsparen. So lassen sich hohe ästhetische Ansprüche verwirklichen, ohne die dringend erforderliche Wende in der Baubranche hin zu einem zirkulären Bauen aus den Augen zu verlieren. Bereits bei der Entwicklung des regulären Azengars wurde darauf geachtet, den Wasserverbrauch und die Anzahl von Fertigungsschritten zu reduzieren. Doch durch das Recycling sinkt der CO2-Fußabdruck des neuen Produkts noch einmal spürbar, sagt VM Building Solutions. Dies soll eine entsprechende Umweltproduktdeklaration (EPD) des Institut Bauen und Umwelt e. V. belegen.
Der energieeffiziente Produktionsprozess senkt den Rohstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um bis zu 70 %. Mit nur 0,646 kg CO2 pro kg Zink setzt Azengar 3R laut Hersteller einen neuen Industriestandard. Die drei "R" im neuen Azengar stehen für "Reduce", "Reuse" und "Recycle", also Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln.
Das neue Titanzink wird vollständig aus externen Produktionsresten hergestellt, die bei der Weiterverarbeitung des Materials anfallen. Azengar 3R besteht somit ausschließlich aus recyceltem Material.
Doch auch alle anderen Titanzink-Produkte des Anbieters sind eigenen Angaben zufolge extrem langlebig, wartungsfrei und können nach Ablauf ihrer Lebensdauer komplett recycelt und dem Produktionsprozess wieder zugeführt werden. Ebenso wie vorbewittertes Titanzink kann die gravierte Oberfläche Azengar für unterschiedlichste Anwendungen rund um die Gebäudehülle verwendet werden. An der Fassade und auf dem Dach spielt das sehr helle und matte Zink seine ästhetischen Qualitäten aus, sagt das Unternehmen. Es reflektiert das Licht in unterschiedlichen Schattierungen von hellsten Grautönen.
Bei der Entwicklung von Azengar ließen sich die Verantwortlichen von der natürlichen Patina der alten Pariser Zinkdächer inspirieren. Mit kleinsten Erhebungen und Schattierungen zeigt das gravierte Titanzink ein leicht heterogenes Erscheinungsbild, das ihm eine besondere Lebendigkeit verleihen soll.