Der Wunsch eines langjährigen Kunden nach einer hochqualitativen leistungsstarken Kabeltrommel veranlasste Moog Rekofa laut eigener Aussage zum Wiedereinstieg in den Kabeltrommelmarkt. In der Vergangenheit produzierte Moog Rekofa die Federleitungstrommeln unter dem Markennamen Tinsley.
Antweiler (ABZ). – Die Integration von Schleifringen soll für eine nahtlose Kommunikation und sichere Datenübertragung ohne Verdrehen der Leitung sorgen. Während der intensiven Entwicklungs- und Testphase ermöglichte es die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden, dessen Ansprüche und Bedürfnisse genau zu verstehen und in das Produkt einzubringen.
Mit der federgetriebenen Kabeltrommel erweitert das Unternehmen sein Portfolio, um seinen Kunden laut eigener Aussage eine Komplettlösung bieten zu können. Immer mehr Kunden sollen auf der Suche nach robusteren und leistungsfähigeren Produkten sein, aber auch kompakten und leichten Komponenten, die weniger Material benötigen und somit einen geringeren Einfluss auf die Umwelt haben.
Die Verwendung solcher Komponenten ermögliche es, das Gewicht von Fahrzeugen zu reduzieren, was wiederum zu Emissionseinsparungen und einer erhöhten Zuladung führt. Darüber hinaus ist eine zuverlässige Datenübertragung von großer Bedeutung, die Sicherheit und Effizienz durch verbesserte Sensorik und Autonomie ermöglicht.
Nach intensiven Gesprächen und Begutachtung unterschiedlicher Kundenspezifikationen wurden erste Prototypen konstruiert und gebaut. Um die Qualität und Zuverlässigkeit des Produkts sicherzustellen, durchliefen die Geräte laut Hersteller ausgiebige Tests sowohl im hauseigenen Testlabor als auch bei externen Partnern und in enger Zusammenarbeit mit großen OEM-Kunden.
Diese Tests umfassten den eigenen Angaben zufolge auch Lebensdauertests, bei denen die Kabeltrommel über einen längeren Zeitraum hinweg verschiedenen Belastungen ausgesetzt wurde, um ihre Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit unter realen Bedingungen zu überprüfen. Dazu wurde extra eine 20 m lange Teststrecke mit Steigung an die Außenfassade des Gebäudes gebaut. Dort können im Sommer, wie im Winter kundenspezifische Tests durchgeführt werden.
"Wir sind stolz darauf, unseren Kunden neben Schleifringen nun auch hochwertige Kabeltrommel-Lösungen bieten zu können, die deren individuellen Anforderungen gerecht werden und in Bezug auf Preis, Leistung und Qualität überzeugen. Bei steigender Nachfrage, beliefern wir bereits jetzt namhafte Kranhersteller in Serie mit unseren Kabeltrommeln, was die Zufriedenheit unserer Kunden, die unserer Maßstab ist, weiter unterstreicht", sagt Florian Jäger, Projektleiter Kabeltrommel bei der Moog Rekofa GmbH.
Durch diverse Standardisierungsmaßnahmen soll es gelungen sein, eine Produktfamilie für eine breite Kundschaft anzubieten. Besonderes Augenmerk sei dabei auf die Flexibilität des Produktes gelegt worden, um neben den Standardanforderungen auch jederzeit individuell auf spezielle Kundenwünsche reagieren zu können. Dies betreffe nicht nur verschiedene Außenabmessungen, Kabel, Stecker oder Montageflansche, sondern auch die Leitungslängen und Stromstärken. Bis zu 50 A bei 500 VAC beziehungsweise 750 VDC sind machbar. Gleichzeitig kann ein Encoder für CAN Open verbaut werden. Eine kombinierte Datenübertragung soll auf Wunsch bis zu 5 Gbit/s möglich sein, um den stetig steigenden Anforderungen an Automatisierung und Sicherheit gerecht zu werden.
Die beschichteten Bauteile sind nach DIN EN 60068-2-52 geprüft und gegen Seewasser, Salznebel, UV-Licht und Öl beständig. Der Schleifringübertrager entspricht Schutzklasse IP69K und arbeitet üblicherweise bei –40 °C bis zu + 80 °C.
"Unsere Schleifringe und Kabeltrommeln sind so konzipiert, dass sie flexibel erweitert werden können, um den steigenden Anforderungen der Industrie gerecht zu werden. So haben wir nicht nur die aktuellen Anforderungen der Branche im Blick, sondern auch die zukünftigen Entwicklungen, wie steigende Ansprüche an Work Assistance und Sicherheit bis zukünftig evtl. auch KI-gesteuerte Baumaschinen und Krane, die erweiterte Sensorik und höhere Datenraten benötigen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte stellen wir sicher, dass unsere Kunden auch in Zukunft auf zuverlässige und leistungsstarke Lösungen vertrauen können", versichert Christoph Daun, Vertriebsleiter bei der Moog Rekofa GmbH.
Die federgetriebenen Kabeltrommeln sind für den Einsatz unter rauen Bedingungen in der Baumaschinen- und Kranindustrie konzipiert und werden hauptsächlich in Mobil-, Lade-, Hafen- und Aufbaukranen verbaut, so der Hersteller. Darüber hinaus sollen sie eine wichtige Rolle bei der Elektrifizierung spielen, beispielsweise bei der Bereitstellung von Ladekabeln für Elektrofahrzeuge oder Elektrobusse am Flughafen. Auch Kunden aus den Bereichen Feuerwehr, Automobilbau und Abwasseraufbereitung vertrauen bereits auf die kompakten Kabeltrommeln mit integrierten Schleifringen aus dem Hause Rekofa, heißt es von Unternehmensseite. Für spezielle Anwendungen, wie beispielsweise ferngesteuerte Roboter (EOD), seien motorgetriebene Kabeltrommeln mit berührungslosen faseroptischen Drehdurchführungen entwickelt worden.