Leipzig (ABZ). – Leipzig bekommt eine neue Attraktion: Im Paunsdorf Center (P.C.) wird die Play-Center-Kette Leo's eine riesige Indoor-Spielewelt eröffnen – auf 4000 m² Fläche. Dafür übernahm die Sachsen-Säge GmbH federführend die BBS-Arbeiten in einem bisher nicht genutzten Bereich des Shoppingcenters. Partner des Auftrags sind die Firmen Lohse Diamantbohrtechnik GmbH und BTB Betontrenn GmbH.
Insgesamt sollten 450 m² Deckenfläche (gespannte Stahlbetondecken Pi-Form) sowie Unterzüge mit je 22 t Gewicht sowie eine 30 m² große Brandwand entfernt werden.
Hinzu kamen der Rückbau von elf Betonriegeln einer Dachkonstruktion mit einer Länge von je 12 m und einem Einzelgewicht von je 8 t. Dafür wurde das Dach des Gebäudes im Vorfeld mit einer Stahlkonstruktion erhöht und wieder verschlossen, damit keine Nässe oder Eindringlinge in das Gebäude gelangen können.
Es war eine maximale Deckenlast von 400 kg/m² beim Ablegen und Zwischenlagern der Betonteile zu beachten. Der Anschlag erfolgte mit speziellen Elektrokettenzügen die jeweils bis zu 300 kg wogen und von Menschenhand nicht zu bewegen waren. Getrennt wurde per Wandsäge, dabei waren alle Schritte penibel einzuhalten und viel Feingefühl bei der Entnahme der Teile gefragt.
Der Deckenrückbau erfolgte im schrittweisen kombinierten Wandsäge- und Seilsägeverfahren, die Abstützung und Schutzmaßnahmen vor Wasseraustritt nach unten in enger Zusammenarbeit mit Auftraggeber. Die Entnahme der einzelnen Betonteile vom Sägeort übernahm ein leichter Spinnenkran. Durch die stark eingeschränkte Belastbarkeit der Decken konnten Gabelstapler oder Teleskopstapler nicht genutzt werden. Das Abheben aus dem Gebäude erfolgte über eine geschaffene Dachluke per außenstehendem Turmdrehkran. Lärmintensive Arbeiten, also das Bohren und Sägen, durften ausschließlich außerhalb der Center-Öffnungszeiten durchgeführt werden, Zeit zum Sägen blieb also nur zwischen 20 und 4 Uhr.
Die Arbeiten erfolgten im Zweischichtbetrieb. Es galt, täglich eine maximale Sägeleistung während der Nachtstunden zu erreichen und gleichzeitig eine Überlastung der Decke durch aufliegende Betonteile zu vermeiden.
Für die Seilsägearbeiten kam die SB von Hydrostress zum Einsatz, diese hat sich laut nutzendem Unternehmen aufgrund ihrer leichten Ständerbauweise als am praktikabelsten erwiesen, sowie weitere Geräte von Eurodima und Hilti. Hinzu kamen die Wandsäge Hilti DST20-CA sowie Diamantwerkzeuge von Tyrolit, Hydrotec und Hilti.
"Einmal mehr hat sich die Zusammenarbeit in der Konstellation dreier Partner aus Sachsen erfolgreich bewährt", erklärt Florian Wiefel, Geschäftsführer der Sachsen-Säge GmbH. "Die vertrauensvolle, partnerschaftliche Kooperation ermöglichte es uns, verfügbare Kapazitäten an 'Mensch und Maschine' optimal einzusetzen. So wurde beispielsweise die Technik von allen beteiligten Firmen so gestellt, dass für den Anwendungsfall das jeweils optimale Gerät zum Einsatz kommen konnte."