Berlin/Brüssel (ABZ). – Acht führende Hersteller von Lkw-Anhängern, darunter Fliegl Fahrzeugbau und Schmitz Cargobull, haben beim Europäischen Gerichtshof Rechtsmittel gegen zentrale Artikel der EU-Verordnung 2024/1610 eingelegt.
Sie kritisieren die verbindlichen CO2-Reduktionsziele von 10 Prozent für Sattelanhänger und 7,5 Prozent für sonstige Anhänger. Die Unternehmen warnen vor negativen Folgen für Klimaschutz und Arbeitsplätze, da die Verordnung drohende Strafzahlungen von bis zu 4250 Euro pro Fahrzeug und Gramm CO2-Emissionen ab 2030 vorsieht.
Sie beanstanden das EU-eigene Simulationstool VECTO-Trailer, das ihrer Meinung nach unrealistische Einsparungen simuliert. Zudem fordern die Hersteller die Abschaffung des Tools sowie ein Moratorium auf Sanktionszahlungen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) unterstützt die Bedenken der Anhängerhersteller und weist auf deren existenzielle Bedrohung durch die Verordnung hin.