Zum Inhalt springen

Spatenstich für Technologiepark und Studierendenzentrum

Spatenstich für TH Rosenheims größten Bau: Neuer Technologiepark und Studierendenzentrum für 320 Mio. € unter Nachhaltigkeitsaspekten gestartet, Söder lobt Projekt.

Von ABZ
Rosenheim im Wandel
In Anwesenheit von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume hat Ende Juli der Spatenstich für den Neubau des Technologieparks und des Studierendenzentrums stattgefunden. | Foto: Rubner Holzbau

Rosenheim (ABZ). – Start frei für das bislang größte Bauvorhaben in der Geschichte der Technischen Hochschule Rosenheim: In Anwesenheit von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume hat der Spatenstich für den Neubau des Technologieparks und des Studierendenzentrums stattgefunden, informiert die Rubner Holzbau GmbH aus Augsburg.

Das Unternehmen übernimmt die Bauausführung gemeinsam mit der Hochtief Infrastructure GmbH.

Der Technologiepark wird geprägt von einer 137 Meter langen und 17 Meter hohen Halle, in der zahlreiche Labore und Werkstätten der Metall-, Kunststoff-, Automatisierungs- und Holztechnik sowie von den Ingenieurwissenschaften genutzt wird. Ein weiteres Gebäude mit fünf Etagen wird kleinere Labore vor allem für die Produktionstechnik beherbergen. Zwischen beiden Gebäuden befindet sich ein Hof für die Logistik, der mit einem Glasdach vor der Witterung geschützt ist. Die über alle Stockwerke aufsummierte Bruttogrundfläche des Technologieparks liegt bei etwa 24 500 Quadratmetern.

Im benachbarten Studierendenzentrum finden auf zirka 9500 Quadratmetern Bruttogrundfläche alle wichtigen Serviceeinrichtungen Platz: Studierendenwerk, Studienberatung, Sozialberatung, Career Center und Existenzgründungsbüro sowie Eltern-Kind-Raum. Die Bibliothek der Zukunft ("Cybrary") soll digitale und klassische Medien bereitstellen, außerdem sind Gruppenarbeits- und Ruhebereiche, sogenannte Carrels (Ein-Personen-Kabinen) und Schulungsräume vorgesehen. Die neue Mensa mit einer Cafébar soll 700 Plätze biete, und wie auch der Dachgarten, zugleich Treffpunkt und Kommunikationsort für alle Hochschulangehörigen sein.

Ein zentraler Aspekt bei der Planung und Erstellung der neuen Gebäude ist laut Rubner die Nachhaltigkeit. Die Bauwerke werden in hybrider Holzbauweise errichtet und sollen nach dem Bewertungssystem "Nachhaltiges Bauen" ein Goldzertifikat erreichen. Dieses steht für eine ökologisch, ökonomisch, soziokulturell, funktional wie technisch ausgezeichnete Qualität und Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund werden sämtliche Dachflächen und Teile der Fassaden begrünt. Auf den Freiflächen ist eine Bepflanzung mit klimaresilienten Bäumen und Sträuchern unter Beachtung der Biodiversität vorgesehen.

"Wir haben lange auf diesen Meilenstein hingearbeitet und schlagen jetzt ein neues Kapitel in unserer Erfolgsgeschichte auf. Der Staatsregierung sowie allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt und es auf den Weg gebracht haben, gilt unser tief empfundener Dank", so Hochschulpräsident Professor Heinrich Köster.

Der Tag des Spatenstichs sei auch der Beginn einer umfassenden Transformation. "Das Gesicht des Campus Rosenheim wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Neben dem Technologiepark und dem Studierendenzentrum wird es weitere Baumaßnahmen geben, mit denen sich die TH Rosenheim für die Zukunft aufstellt und ihre Attraktivität als Studienort weiter erhöht", betonte Köster.

Auftraggeber für das Bauprojekt ist das Bayerische Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. "Zwischen Mangfall und Alpen wächst an der TH Rosenheim Bayerns modernster Campus. Studienzentrum und Technologiepark bilden gemeinsam ein echtes Eldorado für Forschung und Lehre: Das ist Zukunft im Takt der Hightech Agenda: 320 Millionen Euro für einen Campus, der Lehre, Forschung und Innovation perfekt vereint! Das zahlt sich schon jetzt aus: In den letzten fünf Jahren sind an unserem oberbayerischen Harvard die Studierendenzahlen um über 20 Prozent gestiegen. Herzlichen Glückwunsch!", so der Wissenschaftsminister.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: "Das Mega-Projekt ist ein echter Meilenstein für die Region. Wir investieren etwa 320 Millionen Euro aus der Hightech Agenda in ein wissenschaftliches Kraftzentrum; modern und nachhaltig."

Mit dem neuen Technologiepark setze Rosenheim "voll auf wissenschaftlichen Nachwuchs". Bayern stehe für Identität und Tradition, aber auch für Innovation und Technologie. "Wir sind Spitze bei der Wissenschaft und Nummer 1 in Deutschland bei Start-ups. Die Ideen der Zukunft bei KI, Quanten-Computing, Life Science und Luft- und Raumfahrt entstehen in Bayern", sagte der Ministerpräsident.

ABZ

ABZ

Gebaut wird überall, und das zu jeder Zeit! Die Allgemeine Bauzeitung begleitet das gesamte Baugewerbe. Schnell, sachlich und neutral - so sind wir Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung geworden.

Alle Artikel

Weitere in Marktentwicklung

Alle anzeigen

Weiter keine Trendwende in Sicht

Von dpa
/

Weitere von ABZ

Alle anzeigen