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Modernisierung zur Unterstützung der Energiewende

Der Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks in Forbach zum Pumpspeicherkraftwerk verspricht eine Revolution für die Energieversorgung. Welche Fortschritte wurden erzielt?

Von ABZ
Rudolf-Fettweis-Werk wird Pumpspeicherkraftwerk
Das historische Wasserkraftwerk in Forbach wird zum modernen Pumpspeicherkraftwerk umgebaut. | Foto: Porr

Forbach (ABZ). – Der Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks (RFW) in Forbach zu einem modernen Pumpspeicherkraftwerk schreitet zügig voran. Seit Anfang 2024 modernisiert Porr Tunnelbau im Auftrag von EnBW das traditionsreiche Werk, um einen Beitrag zur Energiewende und zur Netzstabilität in Baden-Württemberg zu leisten..

Das 1914 eröffnete Wasserkraftwerk beförderte einst die Elektrifizierung des Nordschwarzwalds. Durch die Umwandlung zum Pumpspeicherkraftwerk steigt die Effizienz deutlich: Ein neues unterirdisches Unterbecken dient als flexibler Stromspeicher. Wasser kann beliebig oft hochgepumpt und zur Energieerzeugung genutzt werden. Auf diese Weise wodurch das Kraftwerk optimal auf den Bedarf reagieren kann.

Im August erzielte das Team von Porr Tunnelbau bedeutende Fortschritte: Der Durchschlag von der Kaverne in den Unterwasserstollen Schwarzenbach markierte nach Unternehmensangaben einen Meilenstein. Kurz darauf starteten die Raiseboring-Arbeiten am Murgschacht, die innerhalb von weniger als drei Wochen abgeschlossen wurden.

Parallel liefen die Arbeiten in der Kaverne auf Hochtouren. Seit Anfang September werden dort Betonarbeiten durchgeführt. Mitte September gelang der Durchschlag des Hauptstollens zwischen Kavernenwasserspeicher und Auslaufbauwerk mit einer Länge von 1010 m.

Nach dem erfolgreichen Tunnelanschlag für den Zugangsstollen am Murgwerk ging es zügig weiter, unter anderem mit dem Durchstich der Pilotbohrung am Schacht Schwarzenbachwerk und dem planmäßigen Sprengvortrieb in der Kaverne. Auch der offizielle Tunnelanschlag Mitte Mai am Zugangsstollen Murgwerk und die Fertigstellung des Energieableitungsstollens sowie des Kranbahnbalkens waren bedeutsame Etappenziele.

Um den geplanten Betriebsstart 2027 zu gewährleisten, wurden die Arbeiten am Schwarzenbachwerk ebenfalls parallel fortgesetzt. Nach Abschluss der Vortriebsarbeiten am Zugangsstollen und der Drosselklappenkammer begann Ende Juni die Pilotbohrung für den 350 m tiefen Schacht.

Die etwa 35 cm breite Bohrung wurde laut Porr mit höchster Präzision ausgeführt und diente der Vorbereitung für die spätere Aufweitung. Nach weniger als zwei Wochen war die Schachtfußkaverne erreicht. Für die Aufweitung auf einen Durchmesser von rund 3,1 m wurde ein 11 t schwerer Reamer (Bohrkopf) am Bohrgestänge montiert.

Dank dieser technischen und organisatorischen Fortschritte verläuft der Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks weiterhin planmäßig, informiert das Bauunternehmen.

Mit dem Umbau zum Pumpspeicherkraftwerk wird die Energiewende aktiv unterstützt: Überschüssige Energie, etwa aus nächtlicher Windkraft, wird genutzt, um Wasser ins Oberbecken zu pumpen. Bei hohem Tagesbedarf kann das Kraftwerk sofort Strom erzeugen und so Bedarfsspitzen ausgleichen. Die Speicherkapazität beträgt Porr zufolge ungefähr 456 MWh.

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