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Stricker Umwelttechnik führt Lärmschutzwand-Rückbau durch

Die Stricker Umwelttechnik GmbH & Co. KG hat Asbest im Rückbauprojekt an der A 40 entdeckt. Ein angepasstes Konzept für sicheren, zerstörungsfreien Rückbau wurde entwickelt.

Von ABZ
Rückbau an A 40 bei Dortmund
Bei den Rückbauarbeiten fallen nach Angaben des Unternehmens rund 5300 t Bauschutt und etwa 45 t Mineralwolle an. | Foto: Stricker

Dortmund (ABZ). – Die Stricker Umwelttechnik GmbH & Co. KG führt seit Januar 2022 im Auftrag der Johann Bunte Bauunternehmung GmbH den Rückbau einer bestehenden Lärmschutzwand (LSW) an der A 40 bei Dortmund-Ost durch.

Das Projekt umfasst insgesamt etwa 3170 m Lärmschutzwand mit Höhen zwischen 2 und 7 m.

Die Wandelemente, Pfosten und Köcherfundamente der LSW bestehen aus Stahlbeton mit autobahnseitiger Alu-Vorsatzschale und innenliegender KMF-Dämmung.

Bei den Rückbauarbeiten fallen nach Angaben des Unternehmens rund 5300 t Bauschutt und etwa 45 t Mineralwolle an.

Nachdem bereits 2022 erste Erkundungsarbeiten und der Rückbau einiger Felder im Bereich ehemaliger Brückenbauwerke erfolgt waren, sollte ab Mai 2024 der Rückbau der Nordseite (Fahrtrichtung Dortmund) mit einer Gesamtlänge von 620 m beginnen.

Durch das zwischenzeitliche Inkrafttreten der neuen LAGA M 23 wurde eine erneute Untersuchung zur Qualitätssicherung notwendig, bei der die Asbestfreiheit des Bauschutts nachgewiesen werden sollte. Bei dieser Untersuchung stellte sich heraus, dass die rückzubauenden Wandplatten und Pfosten Abstandshalter mit Asbestbelastung aufwiesen.

Lediglich die Köcherfundamente für die Stahlbetonpfosten waren mit asbestfreien Abstandshaltern hergestellt worden. Diese Erkenntnis machte eine grundlegende Anpassung des Rückbaukonzepts erforderlich, da bei einem konventionellen Rückbau mittels Abbruchschere die asbesthaltigen Abstandshalter freigelegt und beschädigt worden wären. Das unter gutachterlicher Begleitung angepasste Konzept sieht nun einen zerstörungsfreien Rückbau unter Einhaltung der TRGS 519 vor.

Zunächst wird die Vorsatzschale konventionell, teilweise in Handarbeit entfernt. Anschließend werden Kernbohrungen in den Wandplatten und Pfosten hergestellt, um die Elemente zerstörungsfrei abheben zu können. Die Wandelemente werden mittels Kettengehänge angeschlagen, die geschraubten Ankerplatten gelöst und die Elemente seitlich zum weiteren Transport zur Deponie abgelegt. Freistehende Pfosten werden am Hydraulikbagger angeschlagen und unterhalb des Köcherfundaments mittels Betonsägeverfahren vom Bohrpfahl getrennt.

Wandelemente mit einer Breite von mehr als 2,2 m sowie Pfosten einschließlich Köcherfundament mit einer Länge von mehr als 6 m müssen für den Transport zur Deponie vor Ort mittig gesägt werden. Auf der inzwischen zurückgebauten Nordseite wurden nach Unternehmensangaben etwa 1400 t asbestbelasteter Bauschutt abtransportiert und auf einer Deponie endgelagert.

Die Arbeiten werden nach der ersten Phase der Fahrbahnverbreiterung der A 40 im Herbst 2025 fortgesetzt. Nach Freigabe der neuen Fahrbahn in Richtung Dortmund sollen die Arbeiten dann in Richtung Kassel planmäßig weitergeführt werden.

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