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Schäden durch vertuschten Behördenfehler

Ein Behördenfehler führte zur Sperrung der Rahmedetal-Brücke, da die LKW-Verkehrsführung acht Jahre falsch umgesetzt wurde. Dies entdeckte der WDR.

Von ABZ

Köln (ABZ). – Die Rahmedetal-Brücke im Sauerland musste offenbar wegen einer jahrelangen falschen Verkehrsführung gesperrt werden. WDR-Recherchen haben jetzt ergeben, dass die Behörden Fehler gemacht haben, das teilte der Sender mit. Die fahler habe auch die Autobahn GmbH auch eingeräumt.

Am 7. Mai 2023 sei die Rahmedetalbrücke gesprengt worden, ihr Ende sei allerdings schon neun Jahre früher besiegelt gewesen: 2014 verwerfen laut WDR die Experten beim Landesbetrieb Straßen NRW den Plan, die marode Brücke zu verstärken. Stattdessen wollten sie die Lebensdauer des Bauwerks durch neue Vorgaben für Lkw verlängern, mit einem Verbot für Schwertransporte, einem Tempolimit, einem Mindestabstand und veränderten Spurführungen. Wo genau die LKW künftig langfahren sollten, wurde exakt von einem Ingenieurbüro berechnet.

Doch sei ein gravierender Fehler passiert: In der Praxis wurde die LKW-Spur in beide Richtungen bis zur endgültigen Sperrung der Brücke 2021 nicht so über den Hauptträger geführt wie geplant, so der Sender. Sieben Jahre lang fiel das bei den zuständigen Behörden niemandem auf und sollte dann vertuscht werden. Das hätten WDR-Recherchen aufgedeckt.

Jetzt musste die zuständige Autobahn GmbH des Bundes auf Anfrage des WDR-Magazins Westpol einräumen: Die LKW sind tatsächlich „nicht – wie geplant – ständig über den Hauptträgern gefahren.“ Die Verkehrsführung sei damit ein „Grund für die nachhaltige Schädigung der Brücke“ gewesen, wenn auch nicht der alleinige. Allerdings ist es bisher der einzige Grund, für den es Belege gibt. Bisher hatte die Regionaldirektorin der Behörde, Elfriede Sauerwein-Braksiek, gemutmaßt, die Schäden an der Brücke seien durch einen illegalen Schwertransport verursacht worden. Die Autobahn GmbH schreibt jetzt, dies sei „wahrscheinlich, aber nicht erwiesen.“

Auf die Frage, warum die falsche Verkehrsführung auf der Brücke trotz zweier Brückenprüfungen 2017 und 2020 niemandem auffiel, habe die Autobahn GmbH nicht geantwortet. Ob die Direktorin jemals über die falsche Verkehrsführung informiert worden sei, sei ebenfalls offen geblieben. Erst im Mai 2021 wurde der Fehler bemerkt. Korrigiert wurde er bis zur Sperrung im Dezember 2021 nicht.

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