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Gas-Pipeline erfordert Loch-an-Loch-Bohrungen

Die Erweiterung der Gasverdichtungsstation in Mittelbrunn stellt hohe Anforderungen. Entdecken Sie, wie präzise Kernbohrungen eine sichere Lösung boten.

Von ABZ
Sandstein ist Herausforderung
Der abzutragende Sandstein unter der Gas-Pipeline | Foto: BBS-Zeiler

Mittelbrunn (ABZ). – Für die Erweiterung der Gasverdichtungsstation an der Kreisstraße 67 in Mittelbrunn musste Platz für eine neu zu installierende Hochdruckleitung geschaffen werden, die später mit einem Druck von 72 bar betrieben wird.

Die neue Pipeline wird dabei unter einer bestehenden Leitung verlegt, ohne den laufenden Betrieb der Gasverdichtungsstation zu unterbrechen.

Unter der bestehenden Leitung befand sich ein großflächiges Sandsteingebilde, das es zu durchbohren galt. Der zu schaffende Kanal war knapp 17 m lang und zwischen 1,7 und 2,5 m breit bei einer Tiefe von bis zu 1,15 m.

Da die bereits bestehende Leitung nicht abgeschaltet werden durfte, war der Einsatz von Baggern zu riskant und somit ungeeignet. Aufgrund der Betriebsanforderungen und der Sicherheitsvorkehrungen musste eine schnelle und präzise Lösung entwickelt und umgesetzt werden. „Um diese Aufgabe erfolgreich zu erledigen, entschieden wir uns für den Einsatz von Kernbohrungen“, erklärt Rolf Zeiler, Geschäftsführer der mit dem Projekt beauftragten Firma BBS-Zeiler GmbH & Co.KG. „Diese Methode ermöglichte es, den Sandstein präzise und kontrolliert zu entfernen, ohne die bestehende Pipeline zu gefährden.“

Die hausinterne Bohrkronen-Manufaktur stellte dafür laut eigener Aussage die geeignete Bohrkronen her, angepasst auf den speziellen Untergrund. Zum Einsatz kam der Weka-Bohrmotor.

Durch systematische Kernbohrungen direkt nebeneinander wurde das Sandsteingebilde gezielt abgebrochen. Insgesamt kamen rund 1500 Kernbohrungen mit mehr als 1000 Bohrmetern zusammen. Die gebohrten Kerne wurden anschließend zerkleinert und mithilfe eines Saugbaggers sicher nach oben befördert. Knapp 30 t Abraum wurden so geschaffen.

Die Arbeiten erfolgten als Gemeinschaftsprojekt innerhalb des eigenen Netzwerkes mit der Unterstützung durch Partnerunternehmen. Dazu zählt die Firma Bas Kiesel aus Biebesheim. Die Arbeiten dauerten insgesamt rund drei Wochen mit täglich ein bis zwei Fachkräften vor Ort. „Mein Dank gilt dem gesamten Team und unserem Partner, der Firma Bas Kiesel, die zum Erfolg dieses Projekts beigetragen haben“, so Rolf Zeiler. „Gemeinsam konnten wir die Herausforderungen meistern und die Erweiterung der Gasverdichtungsstation termingerecht und sicher abschließen.“

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