Berlin (ABZ). – Für die Sanierung des Centers am Potsdamer Platz in Berlin hat die Richard Brink GmbH nach eigenen Angaben 2,7 km maßgefertigte Entwässerungsrinnen geliefert. Die schmalen Sonderbau-Rinnen sollen die Entwässerung über die gesamte Freifläche des ehemaligen Sony Centers sicherstellen.
Das Center am Potsdamer Platz mit seiner ikonischen Zeltkuppel umfasst sieben Gebäude mit Wohn- und Gewerbeflächen, Entertainment-Bereichen und weiteren Einrichtungen. Im Rahmen der Neugestaltung wurde der Außenbereich unter der Dachkonstruktion generalüberholt. Neben hölzernen Sitzbänken geben großdimensionierte Pflanzgefäße mit verspiegelten Edelstahloberflächen auf Schwerlast-Rollen für flexible Gestaltungsmöglichkeiten.
Eine erhebliche Umstrukturierung erfuhr das Entwässerungssystem. Bislang hatte ein mit länglichen Schlitzen perforierter Stahlplattenbelag den Niederschlag in einen darunterliegenden, 5 cm tiefen Hohlraum geleitet. Die Stahlplatten bildeten zusammen mit dunklem Pflaster ein abwechselndes Muster mit Streifen von 2 m Breite. Dieses Muster bleibt erhalten, jedoch wechseln sich nach Darstellung von Richard Brink ab sofort großflächige helle Granitplatten mit dem dunklen Pflaster ab.
Als neue Entwässerungslösung entwickelte das Unternehmen Sonderrinnen mit einem Querschnitt von 5 x 4,2 cm, die sich entlang der Streifen quer über den gesamten Platz ziehen. Wegen der großzügigen Teilüberdachung ist das deutlich reduzierte Maß für die Ableitung der anfallenden Niederschlagsmengen ausreichend.
"Sonderbau ist bei uns Tagesgeschäft und gehört damit gewissermaßen schon zum Standard, wobei Funktionalität und Ästhetik stets Hand in Hand gehen", sagt Geschäftsführer Stefan Brink. "Hier lag die Herausforderung darin, eine besonders kleine Rinne aus optischen Gründen mit innenliegenden Rostbefestigungen zu entwickeln, für die wir eine passgenaue Lösung gefunden haben."
Die Edelstahl-Rinne im Kleinformat entstand aufgrund der Vorgabe des Bauherren Oxford Properties Germany, den bestehenden Hohlraum weiterhin nutzen zu können, ohne den Untergrund anzutasten. Auch die Struktur der Einlaufschlitze sollte erhalten bleiben.
Für die Umsetzung war die Herold Ingenieurgesellschaft für Garten- und Landschaftsbau mbH verantwortlich. Nach Aussage von Bauleiter Christopher Müller mussten die Rinnen an die örtlichen Gegebenheiten und den vorhandenen Bestand angepasst werden. Die maßgenaue Anfertigung habe den Einbau erheblich erleichtert, die zügige Lieferung einen reibungslosen Projektablauf sichergestellt.
Die Umbaumaßnahmen setzen sich mit der Renovierung von Innenbereichen der Bürogebäude sowie einem Ausbau des Gastronomie- und Einzelhandelsangebots fort, informiert Richard Brink. Auch hier sollen Rinnen des ostwestfälischen Metallwarenherstellers eingesetzt werden, diesmal im Fassadenbereich.