Lichtenberg (ABZ). – Die Gemeinhardt Service GmbH aus Roßwein hat die Einrüstung des 52 m hohen Entnahmeturms der Talsperre Lichtenberg im Landkreis Mittelsachsen übernommen. Das Gerüst bildet die Grundlage für die anstehende Sanierung des markanten Bauwerks.
Die Sanierung der Talsperre Lichtenberg läuft seit September 2024 und soll mindestens zwei Jahre dauern.
Laut Angaben der Landestalsperrenverwaltung liegen die geschätzten Kosten bei rund 30 Millionen Euro, die aus Mitteln des Freistaates Sachsen finanziert werden.
Nach dem Baustart auf der Dammkrone im Mai erfolgt nun die Einrüstung des Entnahmeturms.
Für die Arbeiten musste das Team von Gemeinhardt Service seit Mai rund 150 t Gerüstmaterial an den Entnahmeturm bringen.
"Für uns ist die Straße ideal, da wir seit Mai rund 150 Tonnen Gerüstmaterial an den Entnahmeturm bringen mussten, um am Fuße dessen mit dem Tragegerüst beginnen zu können", erklärt Dirk Eckart, Geschäftsführer der Gemeinhardt Service GmbH.
Bei der Entleerung der Talsperre kam eine betonierte Baustraße zum Vorschein, die heute wieder genutzt werden kann.
Die runde Rüstung stellte das Team vor besondere Herausforderungen. "Da eine runde Rüstung immer schwierig ist, war auch dieses Gerüst für uns wieder eine Herausforderung", so Eckart. Zwischen Gerüst und Turmwand muss ausreichend Platz bleiben, damit andere Gewerke arbeiten können.
Am Turm sollen unter anderem Kunststoffabdichtungsbahnen angebracht werden.
Am Turmkopf befindet sich ein Aufsatz, weshalb das Gerüst dort 3 m mittels Layher-Twix-Beam-Träger nach außen gekragt werden musste. "Mit dem oberen Gerüstabschluss beginnt für uns die Montage eines zehn Meter tiefen Hängegerüstes in die Einlauftulpe", sagt Marcus Mutschke, Projektleiter bei Gemeinhardt. Demnächst soll die Einrüstung abgeschlossen sein. Die Spezialgerüstbauer aus Roßwein sind laut eigener Aussage normalerweise deutschlandweit unterwegs. "Eine Baustelle in unserem Heimatkreis Mittelsachsen ist daher für die Mitarbeiter immer wieder spannend, kann man da im Normalfall doch täglich nach Hause fahren und im eigenen Bett übernachten", so Eckart.
Das Unternehmen hatte bereits vor fünf Jahren Aufmerksamkeit erregt, als es bei der Talsperre Lehnmühle statt einer kompletten Einrüstung von unten nach oben nur ein Hängegerüst auf die Staumauer setzte.