Kiel (ABZ). – Die Krise in der Bauwirtschaft verfestigt sich: Insbesondere im Wohnungsbau kommt es zu weiteren erheblichen Auftragsrückgängen. Das bestätigt die Herbstkonjunkturumfrage unter Bauunternehmen unterschiedlicher Größenordnung, teilten die Verbände Bauwirtschaft im Norden und Baugewerbeverband Schleswig-Holstein mit.
In Schleswig-Holstein bewerten gut Zweidrittel der befragten Bauunternehmer aus dem Wohnungsbau die gegenwärtige Geschäftslage als schlecht (48,6 Prozent) oder befriedigend (38,6 Prozent). Ein Drittel der Befragten geht von einer weiteren Verschlechterung in den kommenden sechs Monaten aus (34,3 Prozent), beinahe die Hälfte von gleichbleibender Lage (54,3 Prozent).
Die Auftragsbestände beurteilen die Bauunternehmer mehrheitlich als zu klein (58,8 Prozent) ein Drittel als ausreichend (30,9 Prozent); die Reichweite der Aufträge reicht bis sechs Wochen (36,4 Prozent), zwei Monate (21,2 Prozent), drei Monate (16,7 Prozent), vier Monate (15,2 Prozent). Als Baubehinderungsgründe stehen erstmals fehlende Aufträge ganz oben (52,8 Prozent), gefolgt von Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren (38,9 Prozent).