Rechberghausen (ABZ). – Unweit eines Wohngebietes In Rechberghausen ist ein bestehendes Regenrückhaltebecken ertüchtigt worden. Die bestehende technische Ausstattung war in die Jahre gekommen und musste durch neue ersetzt werden, um auch in Zukunft einen zuverlässigen Schutz vor möglichen Überschwemmungen zu gewährleisten.
Ein Regenrückhaltebecken speichert bei starkem Regen kurzfristig große Wassermengen, um das Kanalnetz und die Vorfluter vor Überlastung zu schützen. Der Vorfluter ist das natürliche Gewässer (beispielsweise Bach, See oder Kanal), in das das gespeicherte Wasser nach und nach und gedrosselt eingeleitet wird. Durch die Verzögerung der Abgabe werden Abflussspitzen gedämpft und so Überschwemmungen vermieden.
Im Auftrag des regionalen Wasserversorgers übernahm die BST Bernauer GmbH notwendige Betonbohrarbeiten. Ein Schwerpunkt dabei war die Erweiterung einer bestehenden Öffnung in einer 30 cm starken Betondecke auf 800 mm Durchmesser, um das Bauwerk nach heutigem Standard "rettungssicher" zu machen.
Die so geschaffene größere Öffnung ermöglicht im Notfall den Einsatz einer Schleifkorbtrage zur Bergung von Personen.
"Die Betondecke war bautechnisch stark armiert, hier wurde beim Bau eine Bügelarmierung eingesetzt", erklärt Geschäftsführer Dominik Bernauer. "Für diese Arbeit haben wir eigens eine 800-Millimeter-Bohrkrone von unserem langjährigen Partner Goldschmidt anfertigen lassen." Im Vorfeld der Bohrkronenbestellung befragte Dominik Bernauer noch einmal den Auftraggeber, um nach Angaben der ursprünglichen Herstellung des Rückhaltebeckens eine passgenaue Segmentbesetzung zu erhalten.
"Das Ergebnis war mehr als überzeugend, in weniger als einer halben Stunde war die Bohrung erledigt", freut sich Dominik Bernauer. "Mein Dank gilt dem Team von Goldschmidt für die fachliche Unterstützung und passgenaue Werkzeugzulieferung." Zum Einsatz kam dabei der Bohrmotor SR75 von Weka auf einem Tyrolit-Bohrständer.
Außerdem wurden insgesamt vier Kernbohrungen mit einem Durchmesser von 250 mm für eine zusätzliche Be- und Entlüftung des Beckens erstellt. Zudem wurde eine bestehende Öffnung mit zwölf 200er-Einzelbohrungen erweitert. Zum Einsatz kamen Standardbohrkronen vom Typ Kernbohrkrone Typ Arix BX 1/3. Die Nutzung einer Wandsäge ist laut Beteiligten keine Option gewesen, da ein Überschneiden nicht erlaubt war.