Berlin (dpa). - Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde geht davon aus, dass eine Magnetschwebebahn von Tegel nach Spandau besser wäre als eine Straßenbahn. Ein solches System sei - wenn man zu den Baukosten auch die späteren Kosten für den Betrieb mitrechne - günstiger als eine Tram und sei schneller umzusetzen, sagte die CDU-Politikerin im Abgeordnetenhaus.
Aber auch zur verkehrlichen Erschließung Spandaus wäre eine Magnetschwebebahn nach Einschätzung Bondes die geeignetere Alternative.
"Das macht Sinn. Spandau ist sehr, sehr hochverkehrlich belastet, und eine Straßenbahn wird keine eigene Trasse dort haben", erläuterte sie. "Und wenn eine Straßenbahn keine eigene Trasse hat, dann steht sie im Stau mit Autos, also mit individueller Mobilität, und mit Bussen." Das wiederum ergebe keinen Sinn. "Und insofern handeln wir pragmatisch und handeln den Erfordernissen und Anforderungen entsprechend."
Bonde verwies auf ihren Plan, zur Magnetschwebebahn eine Machbarkeitsstudie und "Grundlagenermittlung" zu erarbeiten. Mit derartigen Untersuchungen wird festgestellt, ob ein solches Vorhaben auch im Vergleich mit anderen Verkehrsträgern sinnvoll ist.
In Berlin wird schon länger über die CDU-Idee einer Magnetschwebebahn und über mögliche Trassen diskutiert, wobei der Koalitionspartner SPD abwinkt und vor "Luftschlössern" warnt. Bei dem nun vorliegenden Vorschlag geht es um eine Verbindung zwischen dem Gelände des früheren Flughafens Tegel, wo das Zukunftsquartier Urban Tech Republic mit Gewerbe und Forschung entstehen soll sowie viele Wohnungen, mit Stadtteilen im Bezirk Spandau. Dabei handelt es sich um die Insel Gartenfeld und die Wasserstadt, wo große Wohnquartiere entstehen oder schon bestehen. Infrage käme dabei auch eine Havelquerung.