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Zeppelin Rental sorgt für Strom und Fluchtwege

Zeppelin Rental gewährleistet im A 81-Tunnelprojekt eine effiziente Strom- und Lichtversorgung. Hochkomplexe Anforderungen erfordern präzise Planung und innovative Lösungen.

Von ABZ
Sicher durchleuchtet im A 81-Tunnel
Bei einem Infrastrukturprojekt sorgt Zeppelin rental im Raum Stuttgart für eine zuverlässige Strom- und Lichtversorgung: Beim Bau des rund 850 m langen A 81-Tunnels bei Sindelfingen übernimmt das Unternehmen die Energieinfrastruktur – von der Planung bis zum Betrieb. | Foto: action press | Jörg Eberl

Sindelfingen (ABZ) | Entlang der A 81 bei Sindelfingen entsteht derzeit ein rund 850 m langer Autobahntunnel – ein Großprojekt, das höchste Anforderungen an Planung, Sicherheit und Logistik stellt.

Damit die Bauarbeiten reibungslos ablaufen können, setzt die ausführende Arbeitsgemeinschaft (Arge A 81) bestehend aus den Baufirmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Hochtief Infrastructure GmbH und J. Friedrich Storz Verkehrswegebau GmbH & Co. Kg im Auftrag der Deges Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH auf die technische Expertise von Zeppelin Rental. Das Team sorgt von der ersten Planungsphase bis zum Rückbau für die Strom- und Lichtversorgung in beiden Tunnelröhren – einschließlich der Verteilerschränke zur Versorgung der Notfallstationen. »Bei einer Tunnelbaustelle dieser Größe reicht es nicht, einfach Kabel zu verlegen und Verteiler anzuschließen«, erklärt Johannes Werthmann, Vertriebsaußendienst im Bereich Energie, Klima und Wasser bei Zeppelin Rental. »Wir mussten uns intensiv mit der gesamten Infrastruktur auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass jeder Meter Leitung effizient genutzt wird und sowohl die ausführenden Gewerke als auch die Notfallstationen zuverlässig mit Strom versorgt sind.« Diese dienen während der Bauphase als Flucht- und Rettungspunkte.

Die Herausforderung: zwei Tunnelröhren, jeweils rund 850 m lang, mit getrennten Versorgungssystemen und komplexen Anforderungen an Lichttechnik und Stromverteilung. Eine durchgehende Leitung über die gesamte Strecke kommt aus technischen Gründen nicht infrage. Stattdessen plante Zeppelin Rental mehrere autarke Stränge je Röhre – so bleibe die Versorgung auch im Fall einer Störung an einem Abschnitt gewährleistet.

»Entscheidend war, die Energie möglichst mittig im Tunnel einzuspeisen, um die Leitungslängen kurz zu halten«, so Werthmann. »Wir haben vor Ort verschiedene Szenarien durchgespielt und jede Notfallstation genau in die Planung einbezogen – in beiden Röhren parallel, damit alles synchron funktioniert.«

Für die Energieversorgung wurden in regelmäßigen Abständen insgesamt 24 Baustromverteiler installiert und 2.800 m Kabel verlegt – darunter ein GV630, mehrere V100- und EV-Verteiler sowie ein GGV125 und ein V160. Damit werden sowohl die Sicherheitsstationen als auch sämtliche Baugeräte, Beleuchtungssysteme und Kräne zuverlässig versorgt. Ein weiteres Kernthema ist die Beleuchtung. Das Sicherheitskonzept sieht vor, dass selbst eine Stunde nach Stromausfall noch genügend Licht vorhanden sein muss, um eine sichere Evakuierung zu gewährleisten.

Zeppelin Rental setzt dafür auf akkugepufferte LED-Bänder, die bis zu drei Stunden nach Ausfall die geforderte Lichtstärke halten. Schon in der Angebotsphase testete das Team die Leuchtkraft der LED-Bänder direkt im Bauwerk. Mit Lux-Messgeräten wurde überprüft, ob die Ausleuchtung in der 17 m breiten Tunnelröhre gleichmäßig und blendfrei ist. In Summe montierten die Fachkräfte 1.700 m LED-Bänder, verteilt auf beide Streckenseiten, um die Beleuchtung und Notbeleuchtung lückenlos sicherzustellen. Zudem installierte Zeppelin Rental farbige LED-Wannenleuchten, die die Notfallstationen deutlich markieren: grün für Anlaufpunkte im Notfall, blau für Löschwasserentnahmestellen.

Bis voraussichtlich 2028 wird die Anlage regelmäßig erweitert, angepasst und geprüft. »Jedes Mal, wenn der Kran umgesetzt wird, müssen wir auch den Kranverteiler neu positionieren und die Stromversorgung anpassen«, berichtet Werthmann. »Das klingt nach Routine, ist in einem Tunnel aber logistisch anspruchsvoll. Wir haben die Abläufe genau getaktet, damit der Baustellenbetrieb unter keinen Umständen gestört wird. Projekte dieser Art machen einfach Spaß – sie fordern uns, bringen immer wieder Neues und zeigen, was möglich ist, wenn Planung, Technik und Teamwork perfekt zusammenspielen.«

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