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Größtes Hochhaus Berlins entsteht in Neukölln

Der Estrel Tower in Berlin-Neukölln wird mit 176 m Berlins höchstes Hochhaus. Sicherungstechnik von fischer befestigt die Fassadenelemente dauerhaft.

Von ABZ
Sicherungstechnik im Fokus
Der Estrel Tower wird nach Fertigstellung 176 m hoch in den Himmel ragen – und sich damit über alle Hochhäuser der Stadt erheben, teilt fischer mit. | Foto: fischer

Berlin (ABZ). – In Berlin entsteht aktuell der Estrel Tower, dessen Höhe nach Fertigstellung 176 m betragen soll. Der 45 Etagen umfassende Turm wird Teil des Bauensembles des Estrel-Hotels. Um die Fassaden-Elemente dauerhaft sicher an der Gebäudehülle zu verankern, kommen Ankerplatten zusammen mit fischer FAZ II Plus Bolzenankern zum Einsatz, wie der Befestigungstechnik-Anbieter mitteilt.

Der Estrel Tower in Berlin-Neukölln, entworfen vom deutsch-amerikanischen Architekturbüro Barkow Leibinger, wird laut fischer das höchste Hochhaus in Berlin sein. Auf 45 Etagen sollen sich 522 Hotelzimmer, Suiten, Lofts und Langzeitapartments sowie ein Fitness- und Spa-Bereich verteilen. Im Juli 2021 begannen die Tiefbauarbeiten, informiert der Konzern. Der Bau – eine Stahlbetonkonstruktion mit einschaliger Glasfassade – werde voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen sein.

Klassischer Aufbau

Der klassische Aufbau besteht nach Angaben des Unternehmens aus einer Aluminium-Tragkonstruktion und einer durchgehenden Glasscheibe als Füllung, teilweise auch vertikalen Öffnungsflügeln sowie integrierten Zu- und Abluftöffnungen, dem Dichtungssystem und Verbindungselementen. Stoß- und Satteldichtungen sollen die Luft- und Wasserdichtigkeit sicherstellen, damit die die Energieeffizienz und der Schutz vor Witterungseinflüssen gewährleistet sind. Die Stoßstellen werden laut fischer ordnungsgemäß verklebt. So werde die Gebäudehülle geschlossen, dicht und energieeffizient montiert. Bewegungen der Fassade durch thermische Ausdehnung oder Windlasten würden ausgeglichen.

Die beauftragten Fassadenbauer von FKN Fassaden brächten die Elemente geschossweise von unten nach oben an. Ausschlaggebend sei hierbei, die Personen und die schweren Teile gegen Absturz zu sichern. Nach Angaben von fischer sollen für die Gebäudehülle insgesamt 2881 Elemente verbaut werden. Herausforderungen bei der Montage ergäben sich neben zeitweisen Windaufkommen unter anderem durch den Transport. Die Verkleidungs-Elemente seien 2,5 m breit und wögen je nach Größe circa 800 bis teilweise 1000 kg. Sie werden laut dem Konzern mit elektrischen Seilwinden in einem Korb nach oben gezogen. Mit einer zweiten Anlage werden die Elemente aus dem Korb herausgezogen und horizontal um das Gebäude zum Montageort gefahren.

Bei den schwergewichtigen Fassaden-Elementen ist nach eigenen Angaben die sichere Befestigung ausschlaggebend. Jeweils ein Element werde mit zwei Ankerplatten zusammen mit je zwei 173 mm langen fischer FAZ II Plus 16/50 R Bolzenankern mindestens 85 mm tief in Beton verankert. Die "Kraftbolzen" sollen sehr hohe Zug- und Querkräfte aufnehmen. Zudem punkten die Anker mit Vorteilen wie der schnellen und einfachen Montage ohne Bohrlochreinigung sowie hoher Sicherheit, verspricht fischer. Durch seine Nutzungsdauer von bis zu 120 Jahren (bestätigt durch ein externes, unabhängiges Gutachten) garantiere der FAZ II Plus auch nach mehr als einem Jahrhundert noch festen Halt.

Fassaden-Elemente einhängen

Bei einer weiteren Befestigungsmethode werden laut Hersteller die vollständig feuerverzinkten fischer Einlegeschienen InnoLock FES RS-S verbaut. Dabei seien die Unterkonstruktionskonsolen stirnseitig vor der Stütze mit den Hammerkopfschrauben FBC-S-225 in der Größe M16 x 80 mm befestigt. Die InnoLock Schienen seien bereits bündig mit der Betonstütze in den Beton eingelassen. Mit den zugehörigen Hammerkopfschrauben und Muttern befestigten die Fassadenbauer hieran die Anbauteile. Dazu sollen sie die Schrauben per circa 90° im Uhrzeigersinn drehen und anschließend das vorgeschriebene Drehmoment aufbringen. Die Fassaden-Elemente werden dann fischer zufolge formschlüssig in eine Ausfräsung der Ankerplatten eingehängt.

Die Glasfassade soll eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt bieten. Vorgestellte Aluminium-Finnen wurden laut dem Unternehmen speziell an die Sonneneinstrahlungen vor Ort angepasst, um zusammen mit der Sonnenschutzverglasung und geschlossenen Fassadenteilen das Aufheizen der Räume im Sommer zu vermeiden. Gestalterisch verliehen sie der Gebäudeansicht Tiefe, unterstützt durch ihre diagonale Ausrichtung und ihre verschiedenen Abstände zur Gebäudehülle.

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