Rocester/England (ABZ). – JCB feierte nach eigenen Angaben kürzlich die Produktion des einmillionsten Baggerladers. Durch ständige Weiterentwicklungen ist JCB zum Synonym für das Konzept der Zwei-in-Eins-Mehrzweckmaschine geworden, wie der Hersteller mitteilt.
Nach Darstellung des Unternehmens wurden Baggerlader nach dem Krieg zunächst als landwirtschaftliche Traktoren mit einem Frontlader und einem Ausleger am Heck konzipiert. Im Jahr 1953 habe Joseph Cyril Bamford den MK 1 entwickelt und auf den Markt gebracht – eine der wichtigsten und einflussreichsten Maschinen für die damalige Bauindustrie. Das erste Modell wurde mit der Einführung des "Hydra-Digga" im Jahr 1956 und des leistungsstärkeren JCB 4 im Jahr 1960 weiterentwickelt und stetig verbessert, informiert der Hersteller.
Die Nachfrage nach einem kleineren, wendigeren Modell habe bald zum JCB 3 geführt, einem Baggerlader nicht nur für große Projekte, sondern auch für kompakte Baustellen. Damit sei die Maschine auch für das Vermietgeschäft interessant geworden. In sieben Jahrzehnten hat JCB das Konzept nach eigenen Angaben stets vorangetrieben und mit immer neuen, auf die Marktanforderungen angepassten technischen Lösungen ausgestattet.
Neue, längere und stabilere Schwingen, die Option des Seitenverschubs am hinteren Ausleger, die Sechs-in-Eins-Frontschaufel bis hin zum Bedienerkomfort mit optionalem Wasserkocher in der Kabine seien nur einige Beispiele. Innovationen rund um den Antrieb, vor allem aber der eigenen JCB-Motor, der Allradantrieb, ein teleskopierbarer Löffelstiel, Zusatzhydrauliken und vieles mehr sollen den Baggerlader heute zu einer der vielseitigsten, produktivsten und zuverlässigsten Maschinen in der Baubranche machen.
JCB erkannte nach eigenen Angaben frühzeitig die Vorteile und das Potenzial der vertikalen Integration. Getriebe, Achsen, Hydraulikzylinder, Kabinen und der JCB DieselMAX Motor würden überwiegend in den hauseigenen Werken produziert. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem Wasserstoffmotor, der den Baggerlader in eine emissionsfreie Zukunft führen soll.