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Langlebige Oberflächenbeschichtung für Wasserkammern

Sika bietet Systemlösungen für den Trinkwasserbereich. Damit sind die beiden Wasserkammern des neuen Trinkwasser-Hochbehälters im fränkischen Cadolzburg beschichtet worden.

Von ABZ
Sika
Abschnittsweise ist die letzte Schicht des Trockenspritzmörtels Sikacrete-104 TW aufgebracht, mit Lehren abgezogen, mit einer Rüttelbohle verdichtet und mit einem Flügelglätter glattgezogen worden. | Foto: Sika Deutschland

Cadolzburg (ABZ). – Mit den Systemlösungen der Sika Deutschland GmbH für den Trinkwasserbereich sind die beiden Wasserkammern des neuen Trinkwasser-Hochbehälters im fränkischen Cadolzburg beschichtet worden.

Sie sichern die Trinkwasserversorgung der Gemeindewerke. Bei allen Bauwerken und Einrichtungen zur Wasserversorgung müssen strenge Anforderungen und Richtlinien an die verwendeten Materialien eingehalten werden. Das betrifft besonders die Behandlung und Beschichtung der Wasserkammern, in denen wie beim Trinkwasser-Hochbehälter in Cadolzburg das Wasser gespeichert wird. Dabei bietet Sika nach eigener Auskunft mit abgestimmten zertifizierten Materialien ein umfangreiches Sortiment an, das von rein zementösen Beschichtungen über kunststoffmodifizierte Mörtel bis zu Epoxidharzbeschichtungen sowie Fugenbändern reicht. In den Wasserkammern wurde für die Decken und Wände Nassspritzmörtel, für den Boden händisch beziehungsweise im Estrichverfahren eingebauter Trockenspritzmörtel für die Anwendung im Trinkwasserbereich verwendet.

Fassungsvermögen von rund 2800 m³

Um die Wasserversorgung der Gemeinde Cadolzburg zu sichern, wurden zwei der drei Trinkwasser-Hochbehälter durch einen Erweiterungsneubau von zwei Wasserkammern mit einem Fassungsvermögen von rund 2800 m³ an dem alten Standort ersetzt. Der neue, erdüberdeckte Wasserspeicher ist in Ortbeton als wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion gebaut worden. Wegen der sensiblen Rahmenbedingungen zur Speicherung von Trinkwasser war die Herstellung der Beschichtung mit Nassspritzmörtel ohne organische Zusätze ausgeschrieben. Dabei haben sich die technische Beratung und die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen dem ausführenden Beschichtungsunternehmen Bauschutz GmbH & Co. KG und Sika mit einem laut Unternehmen ausgereiften Beschichtungssystem erfolgreich durchgesetzt. Die Innenwände und die Böden wurden mit einer rauen Schalung vom Bauunternehmen ausgeführt und die Betonoberflächen vom Bauschutz mineralisch beschichtet. Der Zugang zu jeder Wasserkammer war im Erdgeschoss über eine Stahlbetontreppe in ein Zwischengeschoss und von dorthin in die jeweilige Wasserkammer möglich. Die Materialbeschickung der Wasserkammern erfolgte händisch mit Schubkarren oder mit Pumpen lediglich über die Zugangstüren und Fenster.

Decke in Tropfenstruktur

Insgesamt wurden 665 m² Decken-, 717 m² Wand-, 128 m² Stützen- und 697 m² Bodenfläche beschichtet. Besonders aufwändig gestaltete sich laut Unternehmen die Ausführung von Aussparungen wie an den beiden Fenstern, zwei Pumpensümpfen und Betonstufen je Wasserkammer. Eine Besonderheit von Trinkwasserkammern ist die Ausführung der Decke in Tropfenstruktur. Diese bietet eine größere Oberfläche, und in Verbindung mit der Anti-Kondensatbeschichtung kann das Kondenswasser schneller abgeführt werden als von einer glatt geschalten Decke. Die Herstellung der Decke je Wasserkammer dauerte mit Sika-130 HD drei Tage und mit Sika-110 HD zwei Tage. Für die Beschichtung der Wände wurden neun Arbeitstage je Wasserkammer benötigt. Die neun rechteckigen Betonstützen je Wasserkammer sind händisch mit dem gleichen Nassspritzmörtel beschichtet worden, wobei zur Ausbildung der Kanten des nur 35 x 35 cm großen Querschnitts Edelstahlschienen (wie bei allen Ecken und Kanten) verwendet wurden. Die Anschlüsse der unterschiedlichen Flächen zueinander wurden als Hohlkehlen ebenfalls mit diesem Nassspritzmörtel händisch ausgeführt. Zum Schluss ist die Bodenbeschichtung vorgenommen worden.

Auf der InfraTech in Halle 3 an Stand D28 zeigt Sika unter dem Motto "Wir können Infrastrukturbau" Produkte und Lösungen zur Abdichtung, Betoninstandsetzung, zum Beton- und Oberflächenschutz sowie Schienenverguss.

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