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Digga-Bohrgerät erleichtert komplexe Bauprojekte

Peter Sporrädle aus Wasserburg nutzt das Digga-Bohrgerät mit HALO-System für präzise Spezialtiefbauarbeiten. Es spart Zeit und Personal durch einfache Nutzung.

Von ABZ
Spezialtiefbau am Bodensee
Auch in unebenem Gelände sorgt die HALO-Positionierung dafür, dass Peter Sporrädle eine lotrechte Bohrung einfach und effizient umsetzen kann. | Foto: Bautec Machinery

Wasserburg (ABZ). – "Wir fangen da an, wo die anderen aufhören." Mit diesem Motto hat sich Peter Sporrädle aus Wasserburg am Bodensee einen Namen für anspruchsvolle Baggereinsätze in der Region gemacht.

Für präzise Bohrarbeiten setzt der Spezialtiefbauer auf einen Bohrantrieb des Herstellers Digga mit dem HALO-Positionierungssystem.

Die Sporrädle GmbH ist ein Zwei-Personen-Betrieb, bestehend aus Peter Sporrädle und seinem Vater. Seit acht Jahren arbeitet das Team zusammen und hat sich auf den Spezialtiefbau spezialisiert, übernimmt aber auch klassische Erdarbeiten. Der Fuhrpark umfasst drei Bagger in der 12-, 24- und 35-Tonnenklasse sowie zwei Lkw und verschiedene Anbaugeräte.

"Wir wollten für unsere Kunden immer die richtige Maschine vor Ort haben, darum wurden es immer mehr", erklärt Peter Sporrädle. Häufig unterstützt das Unternehmen als Subunternehmer Baufirmen bei speziellen Aufgaben, die nicht zum täglichen Geschäft gehören – etwa Bohrungen über Mauern hinweg, von einem Ponton aus im Wasser oder bei Brunnenbohrungen.

Ein zentrales Anbaugerät, das an beiden großen Baggern zum Einsatz kommt, ist der Bohrantrieb PD50 von Digga, ausgestattet mit dem HALO-Positionierungssystem. Sporrädle entdeckte die Marke auf der bauma 2022 und war laut eigener Aussage sofort überzeugt von dem System, das fest am Bohrantrieb verbleibt und einfach zu bedienen ist. "Wir schauen ohnehin beim Arbeiten nach vorne zum Gerät, da ist es einfach, die LEDs im Blick zu haben, die anzeigen, ob die Bohrung im Lot ist", beschreibt Sporrädle den praktischen Nutzen.

Bei anderen Systemen seien Kabel und ein zusätzlicher Bildschirm in der Baggerkabine erforderlich, was den Überblick für den Maschinenführer erschwere. Die Integration am Bohrantrieb sowie die Stromversorgung über einen Akku, der unkompliziert aufgeladen werden kann, stellten laut Sporrädle ein Alleinstellungsmerkmal für Digga dar.

Ursprünglich hatten die Tiefbauunternehmer den PD50 hauptsächlich für Lockerungsbohrungen in hartem Untergrund vorgesehen, bevor mit einer Ramme gearbeitet werden kann. Mittlerweile setzen sie das Gerät auch für Bohrpfähle oder Brunnenbohrungen ein. Nach Angaben von Sporrädle kommen stetig neue Anwendungsbereiche hinzu.

Auf klassische Werbung verzichtet das Unternehmen. Stattdessen berichtet Sporrädle in sozialen Medien mit Bildern von aktuellen Projekten. Dies genügt offenbar, um regelmäßig neue Anfragen für anspruchsvolle Baggereinsätze zu generieren.

Eine aktuelle Anfrage betrifft die Vergrößerung eines schwer zugänglichen Brunnens, zu dem normale Bohrgeräte nicht gelangen können. Sporrädle ist zuversichtlich, den Auftrag mit seinem Bagger und dem Digga-Bohrantrieb ausführen zu können, nachdem andere Betriebe bereits abgesagt haben.

Den Kauf des PD50 entschied Sporrädle nach eigenen Angaben auf der bauma 2022 sehr schnell und kam so in Kontakt mit Peter Reinke von Bautec Machinery, dem Generalimporteur für Digga in Deutschland. Die Lieferung sei zügig und reibungslos verlaufen, auch die Betreuung beschreibt er als professionell und engagiert.

Besonders bemerkenswert findet Sporrädle die dreijährige Garantie, die der Hersteller Digga auf den Antriebsmotor gibt, was er als Zeichen hoher Qualität wertet. Obwohl keine genaue Erfassung der Betriebsstunden erfolgt, da das Gerät an zwei verschiedenen Baggern eingesetzt wird, hat der Bohrantrieb laut Sporrädle bereits viele anspruchsvolle Einsatzstunden hinter sich.

Für die Zukunft plant Sporrädle, auch seinen 12-Tonnen-Bagger mit einem Digga-Bohrantrieb samt HALO auszustatten. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: "HALO spart sehr viel Zeit und Personal. Ohne ein Lotsystem am Bagger bräuchte man immer einen Helfer mit Wasserwaage vor der Maschine, der die lotrechte Bohrung kontrolliert." Das System ermögliche nicht nur schnellere und fehlerfreiere Bohrungen, sondern könne auch problemlos an verschiedenen Baggern genutzt werden – ein Vorteil gegenüber verkabelten Systemen.

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