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Bahn frei Richtung Zukunft

Mit der derzeit in Bau befindlichen A 26 West, dem sogenannten Abschnitt 4 der A 26, entsteht aktuell das noch fehlende und 8 km lange Verbindungsstück von der niedersächsischen Landesgrenze bis zur A 7.

Von ABZ
Spezialtiefbau an A26 bei Hamburg
Die zwei Bauabschnitte des Projekts werden durch die Güterstrecke Hafenbahn in eine West- und eine Ostseite getrennt. | Foto: Bauer

Hamburg (ABZ). – Ein erstes Teilstück der A 26 von Stade bis zur Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Hamburg ist bereits fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Mit der derzeit in Bau befindlichen A 26 West, dem sogenannten Abschnitt 4 der A 26, entsteht aktuell das noch fehlende und 8 km lange Verbindungsstück von der niedersächsischen Landesgrenze bis zur A 7.

Für das Bau-los 4.2. wurde die ARGE Hafenbahntunnel Hamburg, bestehend aus der August Reiners Bauunternehmung GmbH und der Bauer Spezialtiefbau GmbH, von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) beauftragt. Das teilte Bauer Spezialtiefbau mit. Dabei soll in Trogbauweise ein Tunnel unter dem Damm der Hafenbahn hergestellt werden, die als Güterstrecke für die Be- und Entladung des Hamburger Hafens per Schiene genutzt wird. Ziel ist der vierstreifige Neubau der A 26 bis an das neue Autobahndreieck HH-Hafen. Die zwei Bauabschnitte des Projekts werden durch die Güterstrecke Hafenbahn in eine West- und eine Ostseite getrennt. In beiden Abschnitten werden Baugrundverbesserungen durch geotextilummantelte Sandsäulen vorgenommen. Diese sollen den Baugrund für die Herstellung der Trogbaugruben und für die späteren Verkehrswege stabilisieren. Zusätzlich werden Bohrpfahlwände und Verankerungen der Spundwände hergestellt, teilt Bauer weiter mit.

Aktuell befinden sich Auftriebsanker für eine Unterwasserbetonsohle sowie vorbereitende Arbeiten für das Abpumpen des Wassers aus der Baugrube in der Ausführung. Dabei kommen ein BG 30 Bohrgerät von Bauer, ein RG 25 Rammgerät sowie ein KLEMM KR 806-3GS Ankerbohrgerät zum Einsatz. "Alle Arbeiten müssen während des Weiterbetriebs der Bahnlinie ausgeführt werden", erklärt Andreas Wedenig, Projektleiter Bauer Spezialtiefbau. "Zudem sind die Bodenverhältnisse sehr komplex – die Baustelle befindet sich in einem Torfmoorgebiet." Zusätzliche Herausforderungen stellen die eingeschränkte Arbeitshöhe aufgrund von Oberleitungsmasten und dreier Hochspannungstrassen direkt über dem Baufeld sowie die Herstellung der Auftriebssicherung von Pontons aus dar.

Zur Unterstützung der Arbeiten kommen verschiedene digitale Tools zum Einsatz. "Bei der Herstellung der geotextilummantelten Sandsäulen und der Bohrpfahlwände nutzen wir unsere hauseigene Datenmanagementsoftware b-project für die digitale Sammlung, Verknüpfung und Auswertung der relevanten Qualitäts- und Prozessdaten, die während der Abwicklung des Projekts anfallen", so Andreas Wedenig weiter. Bei der Überwachung der Ankerkraft mittels IoT-vernetzter Ankerkraftmessdosen konnten Probleme bei der baugrundtechnischen Beschaffenheit des Damms festgestellt werden. Eine Überprüfung der Statik und eine Neukonzeptionierung der Festlegekräfte führten zur Lösung. Die Spezialtiefbau-Arbeiten haben im November 2021 begonnen und werden voraussichtlich im September 2026 abgeschlossen.

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