Gundremmingen (dpa). - Fast vier Jahre nach dem Abschalten des Kernkraftwerks im schwäbischen Gundremmingen wurden die beiden 160 Meter hohen Kühltürme gesprengt.
Rund zwei Stunden vor der Sprengung waren in der Region bereits etliche Schaulustige unterwegs, um sich gute Plätze zu sichern. Der Abbruch der Türme wurde von der Thüringer Sprenggesellschaft durchgeführt, die schon mehrfach solche Großprojekte umgesetzt hat. Insgesamt 56.000 Tonnen Stahlbeton wurden binnen weniger Sekunden zerstört.
Das nur wenige Kilometer von der Landesgrenze zu Baden-Württemberg entfernte Kernkraftwerk Gundremmingen war Ende 2021 mit der Abschaltung des dritten Blocks endgültig vom Netz gegangen. Seitdem wird die Atomanlage zurückgebaut. Dies wird noch bis in die 2030er-Jahre dauern. Die Kühltürme wurden einst gebraucht, um das bei der Stromproduktion erhitzte Kühlwasser herunterzukühlen, ehe es wieder zurück in die Donau geleitet wurde.