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Fußgängerzone erhält wartungsarmen Pflasterbelag

Die Stadt Pirmasens modernisiert ihre Fußgängerzone mit einem innovativen, wartungsarmen Pflasterbelag.

Von ABZ
Stadtentwicklung
Lässt sich schnell und einfach verlegen: das Pflastersystem CombiConnect mit werkseitig fixiertem EPDM-Profil. | Foto: Beton-Pfenning

Pirmasens (ABZ). – Die Stadt Pirmasens hat die Fußgängerzone im Bereich der südlichen Hauptstraße grundlegend umgestaltet. Auf einer Länge von 150 m wurde ein neuer Pflasterbelag mit speziellen Eigenschaften verlegt..

Die 1984 eingeweihte Fußgängerzone war ursprünglich mit Natursteinpflaster aus Porphyr und weißem Carrara-Marmor befestigt. Nach über vier Jahrzehnten zeigten sich jedoch deutliche Mängel an der Oberflächengestaltung. "Durch die Verkehrsbelastung und Frosteinwirkung waren in dem alten Natursteinpflasterbelag zahlreiche Schäden zu erkennen", erklärt Jörg Groß, Abteilungsleiter Straßenbau des Tiefbauamtes Pirmasens.

Als Befestigungsmaterial für den Ausbau der Fahrbahn sowie der Seitenbereiche wählten die Planer das Betonsteinpflaster "CombiConnect" vom Betonwerk Pfenning aus Lampertheim. Bei diesem System werden die Fugen nicht mit Sand oder Splitt, sondern mit dem Hochleistungsfugenfüllstoff EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) verfugt. Nach Herstellerangaben handelt es sich um ein dynamisches Material, das sich für einen maximalen Lastabtrag bis einschließlich Bk 3,2 eignet. Die Steine sind bereits werkseitig damit ausgestattet und weisen gemäß DIN 18318 normgerechte Fugenbreiten von circa 4 mm auf.

"Bei diesem Belag kommt es bei einer maschinellen Reinigung der Pflasterfläche mit einer Kehrmaschine nicht zur Auswaschung von Fugenmaterial. Im Gegenteil: die Fuge ist völlig wartungsfrei. Sie bleibt nach dem Reinigungsvorgang komplett erhalten und braucht nicht nachgesandet werden – wie es bei herkömmlichen Pflastersteinsystemen sonst oft erforderlich ist", begründet Groß die Wahl dieses Systems. "Überzeugt hat uns aber auch, dass Schäden durch ausgetragenes Fugenmaterial durch den Einsatz der steinumfassenden EPDM-Umhüllung nicht mehr auftreten werden. Auch Verdrehungen oder Verschiebungen der Steine sind nicht zu erwarten."

Auf einer Fläche von etwa 2 200 m² erfolgte der Straßenausbau niveaugleich mit einseitiger Anordnung einer Muldenrinne aus Betonsteinen.

Das CombiConnect-Pflaster wurde im Format 18/24/10 cm in den Farben rot, gelb und anthrazit von der Firma Wolff Tief- und Straßenbau aus Saarbrücken eingebaut.

Neben dem neuen Pflasterbelag sorgen 18 neue Bäume, elf Parkplätze und zwölf Stellplätze für Radfahrer sowie 37 Sitzplätze auf Bänken und Sitzsteinen für eine gesteigerte Aufenthaltsqualität. Insgesamt 2,25 Millionen Euro investierte die Stadt in das Projekt.

Die Umgestaltung ist Teil eines umfassenderen Stadtentwicklungskonzepts, mit dem Pirmasens auf den anhaltenden Strukturwandel reagiert. Die Stadt, die nach dem Niedergang der Schuhindustrie und dem Abzug der US-Streitkräfte mit Bevölkerungsrückgang und Leerständen in der Innenstadt zu kämpfen hat, will durch die Aufwertung des öffentlichen Raums die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone steigern. Innerhalb einer verkehrsberuhigten Zone soll der Straßenraum zugunsten einer Mischung aus Spiel, Wasser und Grün in den Hintergrund rücken, um den Erlebnischarakter zu betonen.

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