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Schräg, rund und nachhaltig im Elsass

Das neue städtische Technikzentrum in Herrlisheim nutzt nachhaltige Schalungslösungen von Paschal. Das Plusenergiegebäude mit Regenwasser-Zisterne und Solardach zentralisiert technische Dienste.

Von ABZ

Herrlisheim/Frankreich (ABZ). – Für das neue städtische Technikzentrum der französischen Gemeinde Herrlisheim sind unterschiedliche Schalungslösungen von Paschal zum Einsatz gekommen. Das Bauunternehmen Léon nutzte die LOGO.3-Wandschalung für die unterschiedlich hohen Wände und die Trapezträgerrundschalung (TTR) für eine 60-Kubikmeter-Zisterne.

Das neue Technikzentrum am Stadtrand von Herrlisheim – rund 30 km nördlich von Straßburg – wurde als Plusenergiegebäude mit Solardach und einer Regenwasser-Zisterne konzipiert. Das Straßburger Architekturbüro N01 Architecture entwarf das Gebäude, das Anfang 2024 in Betrieb genommen wurde.

Das Gebäude erstreckt sich über eine Fläche von knapp 1400 m2 und ist 75,5 m lang sowie 18,5 m breit. Es verfügt über einen großen Innenhof für städtische Baufahrzeuge sowie Büros, Lagerräume und Werkstätten. Die technischen Dienste der Gemeinde, die bislang auf vier Standorte verteilt waren, werden nun zentral untergebracht. Das Zentrum soll auch als Veranstaltungsort für Vereine und Ausstellungen dienen. Die runde Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 60 m³ soll laut Angaben der Gemeinde die Rückgewinnung von 700 m³ Regenwasser pro Jahr ermöglichen und jährlich 1750 Euro an Kosten einsparen. Für die Schalung der Zisterne kamen 78 m³ der Trapezträgerrundschalung mit Holzschalhaut (TTR) zum Einsatz. Die 3,5 m hohe Zisterne wurde in zwei Takten realisiert.

"Unsere Rundschalung TTR eignet sich hervorragend dafür, nicht nur polygonale, sondern exakt runde Baukörper herzustellen, da sich die Schalelemente sehr fein justieren lassen", erläutert Alfred Schweitzer, der für dieses Projekt als Fachberater fungierte. Für die Installation einer Solaranlage konzipierten die Architekten ein nach Süden geneigtes Pultdach.

Für den Bau der neun Wände waren rund 372 m² LOGO.3-Wandschalung im Einsatz, die Léon von der Zentrale in Steinach gemietet hatte. Der Höhenunterschied der tragenden Wände beträgt circa 2 m. Auf der höheren Seite setzte man zwei 340 cm hohe Elemente übereinander plus ein 135 cm hohes Schalelement, um eine Gesamtschalhöhe von 815 cm zu erreichen. Auf der niedrigeren Wandseite kombinierte man ein 340 cm hohes Element mit dem 270 cm hohen Schalungselement.

"Darin liegt die Kunst unserer Schalungsexperten, den Schalplan so zu konzipieren, dass die Arbeiter mit dem geringsten Aufwand arbeiten können, aber das beste Ergebnis erzielen", erläutert Alfred Schweitzer. Die Wände des städtischen Technikzentrums wurden in neun Takten betoniert.

Der ausgeklügelte Schalungsplan führte laut Paschal dazu, dass das Betonbild ein gleichmäßiges Fugenbild ergibt – trotz schräger Oberkante. "Eine schräge Fläche wie bei den Außenwänden zu planen und herzustellen, ist eine besondere Herausforderung – für die Schalungsplaner wie für das ausführende Unternehmen", betont Jan Skipka, Key Account Manager International Business. "Aufgrund der gleichmäßigen Verteilung unserer Elemente ist das hier extrem gut gelungen. Die Fugen sind durchgängig symmetrisch auf einer Höhe."

Léon setzte die Schalungslösungen in Kombination mit der multifunktionalen Arbeitsplattform Multip ein. Die Gerüstkonsolen können an den Schalelementen montiert werden, wenn diese noch am Boden liegen. Beim Umsetzen der Schalelemente wird die Gerüst-Schalungs-Kombi per Kran versetzt. "Die Arbeitsbühnen lassen sich mit wenigen Handgriffen an den Schalelementen befestigen. Einmal erledigt, erspart uns das während des Betonierens das Ab- und Anmontieren. So können wir mit Hilfe der Multip noch schneller ein- und ausschalen", bestätigt Yannick Jungmichel, Bauleiter bei Léon in Auenheim.

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