Berlin (dpa). – Die IG Metall erwartet vom "Stahlgipfel", der vor Kurzem im Kanzleramt stattfand, klare Vereinbarungen zur Unterstützung der krisengeschüttelten Stahlindustrie in Deutschland.
Die Lösungen lägen auf dem Tisch, und es gehe darum, dass es konkrete Verabredungen gebe, sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner, gegenüber Medien. Beim "Stahlgipfel" sollte es um Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche gehen.
In drei Bereichen könne relativ schnell gehandelt werden. Kerner verwies etwa auf den Handelsschutz, mit dem die Europäische Kommission die europäische Stahlindustrie vor Billigstahl aus Asien schützen will. Dazu müsse der Europäische Rat seine Zustimmung geben – und die Bundesregierung dann klar mit Ja stimmen, forderte Kerner.
Die bisherigen Schutzmaßnahmen seien viel zu löchrig und zu locker: "Wir brauchen dringend eine Entlastung für die energieintensive Industrie. Das ist die Stahlindustrie", sagte Kerner.