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Deutschland könnte schneller bauen

Die weisenburger bau GmbH macht sich für serielles Bauen stark und will Wohnraum schaffen.

Von ABZ

Karlsruhe (ABZ). – Deutschland fehlen rund 700.000 Wohnungen – vor allem in Ballungszentren wächst der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum immer weiter an. Dabei liegen schnelle, nachhaltige und gleichzeitig förderfähige Lösungen quasi in der Schublade, wie die weisenburger bau GmbH bekannt gibt.

Laut Bauunternehmen sei es ein riesiges Problem, dass in einer solchen Lage unter anderem wegen gestiegener Zinsen, Rohstoff- und Energiepreisen und anhaltend hohen bürokratischen Hürden auch noch weniger gebaut wird. Im August meldet das ifo Institut mit gut 20 Prozent einen neuen Höchststand an Stornierungen im Wohnungsbau. Und für 2024 geht die Bauwirtschaft sogar von weniger als 200.000 Baufertigstellungen aus, berichtet weisenburger bau. weisenburger bau GmbH macht auf seinen Ansatz des weisenburger TETRIS aufmerksam. Es ermögliche eine Miete von 7 statt17 Euro pro Quadratmeter.

Schere geht auseinander

"Man fragt sich schon, warum alle zuschauen, wie die Schere aus Bedarf und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum immer weiter auseinander geht", wundert sich Nicolai Weisenburger. "400.000 Wohnungen wollte die Regierungskoalition jährlich schaffen, nun wird es wohl gerade einmal die Hälfte werden. Das ist von allem zu wenig", so der Gesamtgeschäftsführer der weisenburger-Gruppe in Karlsruhe. Für ihn steht fest, dass die notwendige gewaltige Aufgabe im Wohnungsbau nicht auf bisherigem Weg zu schaffen ist.

Das gemäß KFWG-Q förderfähige weisenburger TETRIS basiert unter anderem auf standardisierten Grundrissen, Baustoffen und Interieurs. Im Ergebnis bringt die reduzierte Komplexität deutlich kürzere, dafür aber verbindliche Bauzeiten – ohne an Qualität und Flexibilität zu sparen. Und, ganz entscheidend: Es senkt die Baukosten. "Im Bundesdurchschnitt liegt der Preis für den Bau eines Quadratmeters Wohnfläche bei rund 5200 Euro. Auf dieser Basis sind neue Projekte kaum mehr realisierbar, zumal Investoren dann astronomische Mieten von 17 Euro pro Quadratmeter aufrufen müssten, um die Kosten zu decken", betont Geschäftsführer Matthias Ryzlewicz. "Eben deshalb führt für uns kein Weg an der Standardisierung und Systematisierung baulicher Abläufe vorbei."

Serielles Bauen

Wie kommt es nun zu diesem vereinfachten, weil standardisierten Bauverfahren? Zunächst greift weisenburger TETRIS auf sieben Grundriss-Module in Massivbauweise zurück – wahlweise mit zwei, drei oder vier Zimmern, deren Grundflächen von rund 48 Quadratmeter über 74 Quadratmeter bis 98 Quadratmeter reichen. Insgesamt können Gebäude mit barrierefreien Wohnungen bis zu einer Länge von 40 Metern mit drei oder vier Treppenhäusern realisiert werden.

Serielles Bauen mit weisenburger TETRIS erreicht eine Taktung der Prozesse, die man sonst nur aus der industriellen Fertigung kennt. So lassen sich Mehrfamilienhäuser mit vielen Wohneinheiten innerhalb kurzer Zeit realisieren, verspricht das Bauunternehmen. Entgegen hartnäckigen Vorurteilen gegenüber standardisierten Bauweisen ermöglicht weitreichende Vorfertigung durchaus ein Qualitäts- und Ausstattungsniveau, das gehobenen Ansprüchen von der Nasszelle bis zu den Elektrosträngen gerecht wird, verspricht der Hersteller. Hinzu käme der Einsatz langlebiger Materialien. Frei wählbare Plus-Elemente wie unterschiedliche Balkongeländer oder farbige Fensterelemente ließen in Maßen eine individuelle Gestaltung zu. Effiziente Herstellungsmethoden verbessern nicht zuletzt die Umweltbilanz. "Schon während der Errichtung eines typischen Neubaus fällt die Hälfte des Energieverbrauchs an, den das gesamte Gebäude in 50 Jahren verursacht. Was die Emissionen verringert, sind die eingesetzten Bauteile und Baustoffe, die eine geringere CO2-Bilanz aufweisen als die konventionellen Produkte", rechnet Matthias Ryzlewicz vor. Zusätzliches Einsparungspotenzial bringt modernste Dämm- und Energietechnik aus Photovoltaik, Fernwärme oder Wärmepumpentechnologie. Damit werden selbst die strengen Kriterien der neuen KfW-Förderrichtlinien für den Klimafreundlichen Neubau (KFN) erfüllt – einschließlich des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG). DasQNG-Siegel bescheinigt nicht nur, dass ein Wohnhaus höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllt, sondern ermöglicht auch einen Förderkredit pro Wohneinheit von 150.000 Euro.

Hohe Planungssicherheit

Am Ende ergibt sich aus den genannten Vorteilen standardisierten Bauens ein Baupreis ab 2000 Euro pro Quadratmeter inklusive Mehrwertsteuer, Planung, schlüsselfertiger Herstellung und Außenanlage. Und das bei hoher Planungssicherheit, denn so ist bereits bei Projektstart klar, was der Quadratmeter am Ende kostet – nämlich keine 17, sondern rund 7 Euro. Kurz: "Es gibt eine Lösung für einen gut planbaren, nachhaltigeren und bezahlbaren Wohnungsbau, jetzt muss die Politik ihren Teil dazu beitragen", schließt Nicolai Weisenburger.

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