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Gedanken zum Handeln und Wandeln in Deutschland

Dr. Marco Fecke betont die Notwendigkeit von Innovation und Wandel in Deutschland, um die Bauwirtschaft zu stärken und gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern.

Von ABZ
Statement des VDBUM-Vorstandes
Autor des aktuellen VDBUM-Vorstands-Statements ist Dr.Marco Fecke. Er leitet zudem den Bereich Digitalisierung bei der Strabag, Direktion Bayern Nord. | Foto: VDBUM

München (ABZ). – Dr. Marco Fecke leitet den Bereich Digitalisierung bei der Strabag, Direktion Bayern Nord und treibt im Vorstand des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V. (VDBUM), dem er seit 2022 angehört, das Thema Digitalisierung im Sinne des Verbandes voran.

Mit einem Rückblick auf den „Tag der Bauindustrie“ sagte vor Kurzem Fecke, der seit 2025 Vizepräsident des VDBUM ist, dass sich nach den Multikrisen der vergangenen Jahre ein „weiter so“ verbiete und es disruptive Ideen, neue Wege und Vertrauen brauche, um spürbare Verbesserungen für die Gesellschaft herbeiführen zu können.

Der „Tag der Bauindustrie“ halle in ihm immerhin noch positiv nach, wie er selbst sagt. Zum einen wegen des Besuches von Friedrich Merz, der trotz geopolitischer Krisen, seinen ersten Antrittsbesuch als Bundeskanzler bei der Wirtschaft der Bauindustrie abhielt.

Das war laut Fecke ein starkes Signal für die Bauwirtschaft. Zum anderen war die Rede von Peer Steinbrück als dem Vertreter der „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ sehr gut gewesen. Die Forderungen beider Politiker seien, so Fecke, zum großen Teil in den Koalitionsvertrag der neuen Regierung eingeflossen.

In der Bestandsaufnahme von beiden Reden sei klar erkennbar, dass niemand in Deutschland mehr so weitermachen könne wie bisher. „Die Multikrisen der vergangenen Jahre hätten in Bezug auf den Exportanteil, günstige Energie aus dem Ausland, sowie Technologie- und Marktführerschaft als Autonation tiefe Wunden hinterlassen“, so Fecke. Und weiter: „Die Infrastruktur liege vollkommen brach und irgendwie scheinen vielbeschworene Tugenden wie Fleiß, Gründlichkeit und Verlässlichkeit abhanden gekommen zu sein. Die Haltung, die ich beobachte, ist eher im Pessimismus verortet und als Trotzreaktion werden demokratische Parteien massiv abgestraft. Dabei sind wir auf einem guten Weg, uns in Richtung Energiewende zukunftsrobust und autarker aufzustellen. Dass populistische Meinungen scheinbar die Oberhand gewinnen und gefordert wird, Windkraftanlagen abzureißen, kann ich nur mit Kopfschütteln quittieren.“

Fecke fragt zudem, wieso wir Deutschen uns so sehr an alten Dingen festhalten „Wir schaffen es nur durch Innovationen und Wandel, die Wirtschaftsleistung unseres Landes aufrechtzuerhalten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass China bei den E-Autos weiter davonzieht. Und nebenbei machten den Deutschen die skandinavischen Länder vor, wie ein Wandel für nachhaltigere Baustellen im Einklang mit Staat und Bauunternehmen flächendeckend gelinge.“

Die Schuld für Mängel nur in der Politik zu suchen, sagt Flecke, sei für das eigene Gewissen gut, doch gesamtgesellschaftlich würde niemand dadurch weiterkommen. Ein gutes Beispiel sehe er in der Aufstellung und Wirkung des Hauptverbandes der Bauindustrie.

Dieser benannte in den vergangenen Jahren sehr stark die Probleme und fand gemeinsam mit der Politik Lösungen. Im Endergebnis fänden sich diese, so Feske, auch im Koalitionsvertrag wieder.

Auch der VDBUM suchte laut Feske in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger den Schulterschluss mit anderen Verbänden. „Denn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind oft ganz ähnlich und gemeinsam können wir mehr bewirken. Wir brauchen kein Festhalten an Dingen, so wie sie waren, sondern disruptive Ideen, neue Wege, Vertrauen statt Misstrauen und ein gesamtgesellschaftliches Anpacken. Was geschieht, wenn uns dies nicht gelingt, sehen wir par excellence im derzeitigen Amerika, wo Populisten demokratische Werte mit den Füßen treten, autokratische Systeme installieren und wenige Menschen maximal davon profitieren.“

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