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Auftragsbestand im Baugewerbe erholt sich trotz Umsatzeinbußen

Bauunternehmen in Deutschland erlitten im August Umsatzeinbußen, blicken aber auf eine bessere Bilanz der ersten acht Monate mit wachsendem Auftragseingang.

Von ABZ
Statistisches Bundesamt
Eine Zwischendecke für ein Fertighaus wird mit einem Kranwagen von einem Lkw gehoben. Nachdem das Baugewerbe im Vormonat einen deutlichen Zuwachs der Aufträge im Hoch- und Tiefbau verzeichnen konnte, halten die Order im August das Vorjahresniveau. Stützend wirken dabei Großprojekte. | Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Wiesbaden (ABZ). – Die Bauunternehmen in Deutschland haben im August Umsatz eingebüßt. Mit 9,9 Milliarden Euro lagen ihre Erlöse 2,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt war der Umsatz sogar 5 Prozent geringer als im Vorjahresmonat.

Über die ersten acht Monate des Jahres sind die Geschäfte im Bauhauptgewerbe allerdings besser gelaufen. Die Umsätze stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,5 Prozent. Zu unveränderten Preisen wuchs das Geschäft um 1 Prozent. Bei den Aufträgen gab es unter dem Strich kaum Bewegung mit einem realen Zuwachs von 0,1 Prozent in der Jahresfrist.

Allerdings stiegen die Aufträge beim Hochbau um 9,2 Prozent, während im Tiefbau die Bestellungen um 7,6 Prozent zurückgingen. Die Aufträge für neue Straßen, Tunnel oder Bahntrassen kommen meist von der öffentlichen Hand. Nach Angaben der Branchenverbände warten Straßenbauunternehmen händeringend auf öffentliche Aufträge.

"Die positive Entwicklung beim Auftragseingang im Juli hat sich im August leider nicht fortgesetzt. Dass es nicht zu einem Einbruch kam, ist lediglich einigen Großprojekten; insbesondere im gewerblichen Hochbau und Brückenbau zu verdanken.

Diese haben den Rückgang im Wirtschaftstiefbau, im Straßenbau und im Wohnungsbau ausgeglichen", mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), Tim-Oliver Müller, die jüngst vom Statistischen Bundesamt für den Bau veröffentlichten Konjunkturindikatoren und ergänzt: "Allerdings konnten nicht alle Bundesländer von der Entwicklung profitieren, die regionalen Ordereingänge fielen sehr unterschiedlich aus."

"Nachdem wir im Vormonat einen deutlichen Zuwachs der Aufträge im Hoch- und Tiefbau verzeichnen konnten, halten die Order im August das Vorjahresniveau. Stützend wirken dabei Großprojekte. Es bleibt damit bei einer sehr volatilen Nachfrageentwicklung in diesem Jahr", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die jüngst von Destatis gemeldeten Konjunkturdaten zum Bauhauptgewerbe.

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