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Besonderen Wert auf Regionalität gelegt

Die Stiftung Schönau hat in Brühl ein Wohnquartier aus vier Holzbau-Mehrfamilienhäusern errichtet. Das Projekt legt großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

Von ABZ
Stiftung Schönau
Die Ziele Nachhaltigkeit, Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit hat das Team von HG Stotz Architekten aus Stuttgart um Aspekte der Baubiologie und Wohngesundheit ergänzt: Neben hochwertigen Holzbaustoffen kommt eine innovative Dämmung aus Hobelspänen zum Einsatz. So entstand ein Musterbeispiel für nachhaltiges und gesundes Wohnen und Leben. | Foto: Hannsjörg Pohlmeyer

Brühl (ABZ). – Die Stiftung Schönau hat in Brühl bei Heidelberg ein Wohnquartier aus vier Mehrfamilienhäusern in Holzbauweise errichtet.

Das Projekt mit insgesamt 39 Mietwohnungen verbindet nach Angaben der Verantwortlichen ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeitsaspekte und legt besonderen Wert auf Regionalität.

"Vom Baum möglichst nachhaltig und ohne unnötige Umwege zum Haus" – so beschreibt die Stiftung Schönau, ein Unternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden, die Kernidee des Bauvorhabens. Jedes der vier Mehrfamilienhäuser wurde in einer individuellen Holz-Systembauweise errichtet.

Bei der Planung wurde der gesamte Lebenszyklus der Gebäude berücksichtigt. Die Wärmeversorgung erfolgt über PV-Anlagen und Wärmepumpen, die weitgehend CO2-neutral arbeiten. Um maximale Nachhaltigkeit zu erreichen, wurden möglichst viele Arbeitsschritte von regional ansässigen Unternehmen durchgeführt. Das planerische Know-how stammte von verschiedenen Architektur- und Ingenieurbüros aus Deutschland und Österreich.

Das Holz für die vier Gebäude kam überwiegend aus den stiftungseigenen, PEFC-zertifizierten Wäldern. Der Baustoff bindet langfristig erhebliche Mengen an CO2 und schafft als natürlicher, isolierender und feuchtigkeitsregulierender Werkstoff eine hohe Wohnqualität, betont die Stiftung.

Der Spatenstich erfolgte im Oktober 2021. Nach etwa dreijähriger Bauphase konnten im Juli 2024 die Wohnungen eines der vier Objekte vermietet werden. Zwei weitere Gebäude wurden im Oktober 2024 fertiggestellt. Das letzte Haus soll bis Ende des Jahres bezugsfertig sein.

Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau, bezeichnet das Quartier als "Leuchtturmprojekt mit Modellcharakter weit über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus". Besonders stolz sei man auf das nachhaltige Gesamtkonzept, "angefangen beim regional verarbeiteten Holz aus unseren Stiftungswäldern über innovative Holzbaumethoden bis hin zum wissenschaftlich begleiteten Energiekonzept."

Dass sich der Einsatz von Holz im Geschosswohnungsbau rechnet, bestätigt auch der Abschlussbericht über das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Bauprojekt, der von der Stiftung Schönau, Transsolar Energietechnik und den beteiligten Architektur- und Planungsbüros veröffentlicht wurde.

Der Stiftungswald, der sich auf den südlichen Odenwald, den nördlichen Kraichgau und den mittleren Schwarzwald verteilt, wird seit Jahrhunderten nachhaltig und naturnah bewirtschaftet. Die Stiftung verfügt über ein eigenes Biotop- und Artenschutzkonzept und ist seit rund 25 Jahren über die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland für ihre nachhaltige Forstwirtschaft zertifiziert.

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