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Köster kauft Brüggemann Holzbau-Experten

Köster übernimmt Saint-Gobain Brüggemann Holzbau GmbH, um Holzmodulbau und serielle Vorfertigung zu stärken. Brüggemann bleibt eigenständig.

Von ABZ
Strategische Expansion in Holzbauweise
Freuen sich gemeinsam auf die zukünftige Zusammenarbeit: Nils Köster (Vorstandsvorsitzender Köster Holding SE, v. l.), Tobias Brüggemann (COO Brüggemann Holzbau GmbH), Werner Hansmann (CEO Brüggemann Holzbau GmbH), Petra Röder (CFO Brüggemann Holzbau GmbH) und André Triphaus-Woltermann (Vorstand Hochbau Nord Köster Holding SE). | Foto: Köster

Osnabrück (ABZ). – Die Köster Holding hat den Holzbau-Spezialisten Saint-Gobain Brüggemann Holzbau GmbH aus Neuenkirchen im Münsterland übernommen. Das auf Holzmodule und schlüsselfertige Gebäude in Holzbauweise spezialisierte Unternehmen soll eigenständig bleiben und unter dem bekannten Namen weitergeführt werden.

Die Köster GmbH mit rund 2000 Mitarbeitenden an über 20 Standorten zählt zu den größten inhabergeführten Familienunternehmen der Bauindustrie in Deutschland. Zuletzt erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

Brüggemann beschäftigt 190 Mitarbeitende und hat seit der Gründung 1957 zahlreiche Bauwerke im Wohnungs- und Gewerbebau sowie Bildungsbauten in Holzbauweise realisiert. Die Gebäude werden auf Basis der eigenen Holzrahmenfertigung mit 2D-Elementen oder in 3D-Holzmodulbauweise errichtet.

André Triphaus-Woltermann, Vorstandsmitglied der Köster Holding SE, erläuterte die Akquisition: "Holzbau und Modulbau sind Wachstumsmärkte. Deshalb stellt der Holzbau-Spezialist Brüggemann eine wertvolle Ergänzung der Köster-Familie dar. Die umfangreichen Erfahrungen beider Unternehmen mit dem Baustoff Holz werden wir zusammenführen, die serielle Vorfertigung vorantreiben und das Geschäftsfeld Holzmodulbauweise gemeinsam entwickeln."

Triphaus-Woltermann sieht zum Beispiel beim Bau von Bildungsbauten und Unterkünften zahlreiche Synergien und Ergänzungseffekte. Der Bedarf an schnell verfügbaren Ersatzbauten für marode Bildungseinrichtungen sei groß. Gleichzeitig bestehe der Wunsch vieler Bauherren, möglichst CO2-arm zu bauen. Als CO2-Speicher sei der nachwachsende Rohstoff Holz in Verbindung mit einem hohen Vorfertigungsgrad eine Alternative zur klassischen Stahlbetonbauweise oder auch zum Bauen mit CO2-reduziertem Beton.

Einen entscheidenden Vorteil des Investments sieht Köster in der Erweiterung seines Angebotes um den Holzmodulbau, der das Bauen nachhaltiger und schneller machen kann. Außerdem sorgt er laut Angaben des Unternehmens für ein einzigartiges Wohlfühl-Raumklima, egal ob Wohnraum, Büroimmobilie, Kita, Schule oder Logistikhalle.

Brüggemann gehörte bisher zur Saint-Gobain-Gruppe, die als international führendes Unternehmen im nachhaltigen Bauen Materialien und Dienstleistungen für den Bausektor und für Industriemärkte entwickelt, produziert und vertreibt. Saint-Gobain ist weltweit in 80 Ländern präsent.

Kürzlich wurden die Verträge unterschrieben. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden ist Brüggemann ab dem 1. September 2025 Teil der Köster-Familie. Nils Köster, Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender der Köster-Holding, sagte: "Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Holzbau-Spezialisten von Brüggemann."

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