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Junge Handwerker sind besonders gesund

Junge Handwerkerinnen und Handwerker weisen einen niedrigeren Krankenstand auf als Beschäftigte anderer Branchen. Das zeigt eine aktuelle Fehlzeitenanalyse der Versicherung IKK classic für das erste Halbjahr 2025. Der Krankenstand im deutschen Handwerk blieb demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum s

Von ABZ

Dresden (ABZ). – Junge Handwerkerinnen und Handwerker weisen einen niedrigeren Krankenstand auf als Beschäftigte anderer Branchen. Das zeigt eine aktuelle Fehlzeitenanalyse der Versicherung IKK classic für das erste Halbjahr 2025. Der Krankenstand im deutschen Handwerk blieb demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil.

Rund 5,6 Millionen Menschen arbeiten im deutschen Handwerk. Die Berufe gelten als körperlich herausfordernd. Die IKK classic hat in einer aktuellen Fehlzeitenanalyse ihrer krankengeldberechtigten Mitglieder untersucht, inwieweit sich das auch im Krankenstand widerspiegelt.

Im deutschen Handwerk lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 7,7 % und damit nur leicht über dem der anderen Branchen mit 7,4 %. Die Analyse zeigt laut IKK classic auch, dass vor allem jüngere Altersgruppen im Handwerk vergleichsweise gesund sind. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen lag der Krankenstand bei 5,6 % – weniger als in nicht-handwerklichen Berufen mit 5,9 %. Auch die 30- bis 39-Jährigen stehen im Handwerk mit einem Krankenstand von 5,5 % besser da als in anderen Branchen mit 5,9 %.

Erst in den höheren Altersgruppen steigt die Belastung stärker an: Bei den über 60-Jährigen lag der Krankenstand im Handwerk bei 13,7 %, im Nicht-Handwerk bei 11,9 %, so die IKK classic.

Gesundheit auch in späteren Lebensphasen erhalten

"Die relativ geringe Krankheitslast von jungen Menschen im Handwerk zeigt das große Gesundheitspotential der Branche. Damit dieser Vorteil auch in späteren Lebensphasen spürbar bleibt, unterstützen wir Betriebe und Beschäftigte gezielt mit Angeboten zur Gesundheitsförderung", erklärt Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK-Versicherung.

In Bezug auf die wichtigsten Diagnose-Gruppen zeigen sich laut der Analyse differenzierte Entwicklungen. Bei den im Handwerk traditionell weit verbreiteten Muskel- und Skeletterkrankungen waren sowohl die Fehlzeiten mit minus 1,5 % als auch die Fälle mit minus 2,9 % leicht rückläufig.

Die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund psychischer Diagnosen verringerte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 ebenfalls leicht um 0,4 %. Die durch psychische Erkrankungen bedingten Fehlzeiten nahmen dagegen um 0,3 % zu.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Zwischen den Bundesländern zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders niedrig war die Krankheitsbelastung im Handwerk in Baden-Württemberg mit einem Krankenstand von 6,9 % und Bayern mit 7,1 %. Die höchsten Werte verzeichneten Nordrhein-Westfalen und Thüringen mit jeweils 8,2 %.

Die IKK classic ist eigenen Angaben zufolge mit rund drei Millionen Versicherten die führende handwerkliche Krankenversicherung und eine der großen Krankenkassen in Deutschland. Die Kasse hat rund 7000 Beschäftigte an 159 Standorten im Bundesgebiet. Ihr Haushaltsvolumen beträgt mehr als 15 Milliarden Euro.

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