Anröchte. – Im Zeitalter von KI und Digitalisierung in der Baumaschinenbranche setzt Swecon auf den direkten Kontakt zum Kunden. Mit einem neuen Roadshow-Konzept bringt der Volvo-Händler seine neuesten Maschinenmodelle direkt zu den Anwendern – fernab vom Messestress und mit viel Zeit für individuelle Beratung.
Der erste Schnee hatte sich bereits angekündigt, als der neue Eventtrailer von Swecon seine erste große Tour startete. Nach einem erfolgreichen Debüt auf der OstBau ging das mobile Ausstellungskonzept auf Roadshow durch Deutschland. Den Auftakt machte die Niederlassung in Anröchte am 20. November 2025. Es folgte Klipphausen. Für das kommende Jahr ist ein weiterer Stopp im Norden geplant.
"Wir nehmen uns Zeit für den Kunden, seine Anforderungen und Bedürfnisse, abseits vom üblichen Messestress oder großen Events", erklärt das Swecon-Team das Konzept. Der Eventtrailer soll es ermöglichen, individuell auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen und die Informationen über die Maschinen gezielt zu präsentieren.
Im Gepäck hatte Swecon bei der Roadshow die neuesten Generationen seiner Volvo-Modelle: den Raupenbagger EC210, den Mobilbagger EWR170, die Radlader L150 und L120 electric und natürlich sind auch die Baumaschinen in den jeweiligen Swecon-Niederlassungen zu bestaunen. Außerdem standen die Swecon-Experten für Fragen rund um Sonderlösungen für spezielle Einsätze, Umbauten und Schulungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Der Raupenbagger EC210 und der Mobilbagger EWR170 konnten vor Ort getestet werden. Walk-Arounds mit Produktexperten und detaillierte Maschinenvorstellungen gehörten ebenso zum Programm wie Informationen zu digitalen und nachhaltigen Lösungen. Auch das Service- und Miet-Team war vor Ort vertreten.
Wer allerdings eine der Baumaschinen testen wollte, musste erst pusten: Bevor einer der Besucher auch nur einen Fuß in die bereitstehenden Bagger setzen durfte, hieß es "tief Luftholen". Nach skandinavischem Vorbild war vor dem Griff an den Joystick klar, dass der Alkoholtest 0 Promille anzeigen musste.
"Mit neuen Modellen wie dem EC210, dem EWR170, dem L120 electric und der neuen Generation der Radlader bringen wir modernste Technik direkt vor Ort. Die Möglichkeit, Maschinen selbst zu testen und im Austausch mit unseren Experten zu erleben, macht den Unterschied und schafft echten Mehrwert", erklärte Tobias Speiser, Produktmanager.
Der EC210 aus der neuen Volvo-Baggergeneration setzt nach Herstellerangaben neue Maßstäbe in Sachen Leistung, Bedienerfreundlichkeit und Effizienz. Das elektrohydraulische System soll den Kraftstoffverbrauch drastisch senken, während eine Auto-Power-Boost-Funktion bei erhöhter Leistungsanforderung automatisch den Systemdruck anpasste. Die Kraftstoffeffizienz wurde laut Volvo um bis zu 10 Prozent verbessert.
Äußeres Merkmal ist ein modernes und ergonomisches Designkonzept, gepaart mit rund 20 Prozent mehr Kabinenvolumen und einer verbesserten Geräuschdämmung. Der intelligente Einsatz elektronischer Sensoren, die die vom Fahrer angesteuerten Bewegungen erfassen, soll für eine reibungslose und präzise Steuerung für genaues Graben und Laden sorgen.
Das Betriebsgewicht des EC210 liegt zwischen 20 479 und 24 014 Kilogramm. Die Bruttoleistung beträgt 115 Kilowatt bei 1700 Umdrehungen pro Minute. Das Fassungsvermögen der Schaufel reicht von 0,48 bis 1,44 Kubikmeter. Die maximale Grabtiefe beträgt 6825 Millimeter, die maximale Reichweite 9995 Millimeter.
Der Mobilbagger EWR170 aus der neuen Generation bietet nach Angaben des Herstellers eine größere Reichweite, höhere Hubkapazität und einen um mehr als 0,5 Meter verringerten vorderen Schwenkradius. Mit größer dimensionierten Hubzylindern werde die Hubkapazität auf ein neues Niveau gehoben – dies sei ideal auch für die Kombination mit dem neu konstruierten, längeren zweiteiligen Ausleger.
Das Betriebsgewicht des EWR170 liegt zwischen 18 200 und 19 300 Kilogramm. Die Bruttoleistung beträgt 115 Kilowatt bei 2000 Umdrehungen pro Minute. Das Fassungsvermögen des Löffels liegt bei 0,83 Kubikmetern. Die maximale Hubleistung beträgt 6700 Kilogramm bei einer Reichweite von 6 Metern und einer Höhe von 1,5 Metern.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem L120 electric, dem ersten Radlader, so der Hersteller, mit einer Hubkraft von 6 Tonnen in der 20-Tonnen-Klasse. Bei den meisten leichten und mittelschweren Aufgaben kann der L120 Electric laut Volvo mit einer einzigen Ladung einen ganzen Tag lang etwa fünf bis neun Stunden arbeiten. Mit einem 180-Kilowatt-Gleichstrom-Schnellladegerät ließ er sich in einer Stunde und 40 Minuten von zehn auf 100 Prozent aufladen.
Die Maschine zeichnet sich durch durchschnittlich 65 Prozent niedrigere Energiekosten, 30 Prozent weniger Wartungsaufwand und keine motorbezogenen Verbrauchsmaterialien aus. Da sie weniger Lärm, Vibrationen und Hitze verursacht, berichten die Fahrer von angenehmeren Arbeitsbedingungen, geringerer Ermüdung und der Möglichkeit, sich leichter zu verständigen.
Mit einem 40-Kilowatt-Gleichstrom-Ladegerät, das für die Aufladung über Nacht geeignet ist, kann der Radlader dem Hersteller zufolge innerhalb von sieben Stunden geladen werden. Alternativ stehe der mobile Energiespeicher PU500 zur Verfügung. Der Elektromotor des L120 electric rekuperiert Energie, indem er beim Abbremsen als Generator fungiert.
"Ob Sonderlösungen, Servicelösungen oder Schulungen – unsere Roadshow zeigt, dass wir nicht nur Maschinen liefern, sondern partnerschaftlich an der Seite unserer Kunden stehen. Nähe, Praxis und individuelle Beratung sind für uns der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg", sagte Christian Paffen, Bereichsleiter Vertrieb von Swecon.
Das Roadshow-Konzept sei aus dem Wunsch heraus entstanden, mehr Zeit für den einzelnen Kunden zu haben. "Wir können auf individuelle Bedürfnisse und Anforderungen eingehen und individuell die Maschinen zeigen", beschreibt Swecon die Philosophie. Der flexible Eventtrailer ermöglicht es, die Themen direkt zu den Kunden zu bringen und lokale Nähe zu schaffen.
Die Planung einer Roadshow erfordert nach Angaben des Unternehmens ein eigenes Projektteam, eine ausführliche Planungsphase und das Einholen entsprechender Genehmigungen. Der Trailer ist jedoch flexibel einsetzbar und kann schnell an unterschiedlichen Standorten aufgebaut werden. Er wurde von den Kollegen aus Schweden abgekauft und dann aufwendig umgebaut. Jetzt kann das Team hinter verschlossenen Türen auch für kulinarische Kleinigkeiten sorgen.
"Die Roadshow ist für uns die Gelegenheit, unsere Niederlassung ins Rampenlicht zu stellen. Sie ist das Herzstück unserer regionalen Präsenz – hier bündeln wir Service, Beratung und individuelle Lösungen. Vor Ort zeigen wir, wie Kundennähe und praxisorientierter Support direkt aus der Niederlassung gelebt werden", sagte Frank Schaefer, Kundendienstleiter Region West.
"Unsere Roadshow ist mehr als eine Maschinenvorstellung – sie ist ein Versprechen an unsere Kunden. Wir nehmen uns bewusst Zeit, um ihre individuellen Anforderungen zu verstehen und gemeinsam die passenden Lösungen zu finden, abseits vom üblichen Messetrubel", ergänzte Julia Häser, Leiterin Marketing & Produktmanagement.
Die Resonanz der Kunden auf das neue Roadshow-Konzept war durchweg positiv. Meinolf Lohmann von der Ossenberg Aufbereitung Straßen- und Tiefbau GmbH aus Neuenrade erklärte: "Die Zusammenarbeit mit Swecon ist kompetent und partnerschaftlich. Wir haben den Besuch auf der Swecon Roadshow in Anröchte genutzt, um uns mit den Swecon Kollegen persönlich zu diversen Themen auszutauschen." So saßen die Besucher auch vielfach mit den Swecon-Mitarbeitern zusammen und es ging nicht ausschließlich um Baumaschinen, sondern eben auch um Themen des Alltags. Jan Betker von Gebrüder Betker Straßen- und Tiefbau aus Halver zeigte sich besonders interessiert an den digitalen Lösungen: "Das Dig Assist System für Bagger in Kombination mit dem In-Field Design hat uns besonders interessiert und das Team des Swecon Produktmanagements hat uns vor Ort dazu ausführlich beraten. Das System ist wirklich toll! Und die Beratung war super!"
Christoph Rossow von der Rossow GmbH aus Iserlohn schätzte den persönlichen Austausch: "Ich habe die Swecon Roadshow in Anröchte gerne genutzt, um mich mit meinen Kontakten bei Swecon auszutauschen. Es ist immer schön sich persönlich zu sehen und gute Gespräche zu führen."