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"Der Bau ist systemrelevant!"

Von ABZ

Mainz (ABZ). – Mit diesen Worten eröffnete Klaus Rohletter, wiedergewählter Präsident der Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz, den Tag der Bauwirtschaft 2024.

Bei der alljährlichen Veranstaltung versammelten sich gut 300 Vertreter der Bauwirtschaft sowie aus Politik und Verwaltung, um über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren. Dies teilte die Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz nun mit.

In einer bewegenden Rede betonte Rohletter, die Bedeutung der Branche für die Gesellschaft und rief zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um den aktuellen Schwierigkeiten zu begegnen. Angesichts von Inflation, hohen Zinsen und unsicheren politischen Rahmenbedingungen sei die Nachfrage nach Bauleistungen teilweise drastisch zurückgegangen, insbesondere im Wohnungsbau, so Rohletter. Dies habe zu großen Sorgen in der Branche geführt, insbesondere im Hinblick auf die Beschäftigungssituation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ausreichend Wohnraum, Kindergärten, Schulen und eine intakte Infrastruktur seien die Lebensadern nicht nur der Wirtschaft, sondern der Gesellschaft. "Wir sind gut beraten, diese Tatsachen nicht aus den Augen zu verlieren, wenn uns der Wohlstand und der Frieden in unserer Gesellschaft am Herzen liegen", so Rohletter. Man müsse den Kommunen jetzt einen Investitionsimpuls geben, anstatt weitere Budgetmittel für unverhältnismäßige Regulierungen zu verbrennen. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben. Im Wohnungsbau sei eine paradoxe Situation zu beobachten, so der Verband: Alle wollen bauen, aber der Wohnungsbau schwächelt und die Situation sei angespannt.

Die Rahmenbedingungen passten nicht und bremsten die auf Aufträge wartenden Unternehmen der Bauwirtschaft aus. Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Aussicht gestellte Reduzierung von Baustandards und die Aufstockung von Fördermitteln sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Die Spannungen im Bau, vor allem im Wohnungsbau und die daraus resultierenden Folgen für die Menschen sind aber nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein sozialer Risikofaktor, so der Verband. Angesichts einer zunehmend wahrnehmbaren Spannung in den politischen und gesellschaftlichen Sphären der Bundesrepublik, rief Präsident Rohletter ebenso dazu auf, für ein demokratisches Deutschland einzustehen und gemeinsam Haltung gegenüber Hass und Hetze zu zeigen.

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