Berlin (ABZ). – Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 500 mittelständischen Bauunternehmen aus ganz Deutschland trafen sich kürzlich zum traditionellen Tag der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin. Auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte sich angekündigt.
Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB) lud zum großen Branchentreffen. "Die schwächelnde Konjunktur am Bau belastet unsere Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne dass wir aber den Mut verlieren", betonte BVMB-Präsident Martin Steinbrecher und legte bewusst den Finger in die Wunde. Die Krise sei nicht nur von unvorhersehbaren äußeren Faktoren, sondern maßgeblich von falschen politischen Entscheidungen in der Vergangenheit und Gegenwart verursacht worden.
"Akut behindern uns die Unsicherheiten um den Bundeshaushalt 2025 und die unstete Infrastrukturfinanzierung bei unserer langfristigen Unternehmensausrichtung und dem Kapazitätsaufbau", erklärte der BVMB-Präsident.
Mehr als alles andere benötige die Bauwirtschaft langfristige Planungs- und Investitionssicherheit. In wenigen Tagen wird ein neuer Bundestag gewählt. In den Neuwahlen sieht BVMB-Präsident Martin Steinbrecher allerdings keinen Automatismus, dass es am Bau wieder aufwärts geht: "Allein eine neue Bundesregierung wird bei der Bewältigung der Herausforderungen nichts nützen. Es braucht in dieser neuen Bundesregierung tiefgreifende Maßnahmen sowie den echten politischen Willen, Dinge zu verbessern und zu vereinfachen", betonte Steinbrecher. Er meine einen echten Neustart und damit vor allem einen deutlichen Aufschwung bei den öffentlichen Bauaufträgen. "Von der Beauftragung der rund 60 Milliarden Euro pro Jahr die führende Wirtschaftsforschungsinstitute als realistischen Nachholbedarf ansehen, sind wir kilometerweit entfernt.