Zum Inhalt springen

ERPbos erleichtert CO2-Management für Unternehmen

Das ERP-System ERPbos von Softbauware unterstützt Unternehmen bei der CO2-Bilanzierung, indem es Emissionsdaten erfasst, optimiert und analysiert.

Von ABZ
Technologie optimiert Emissionsdokumentation
Zur Dokumentation und Bilanzierung wurden dem Artikelstamm drei Felder zum CO2-Fußabdruck hinzugefügt: Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck pro Lagereinheit erfasst die Menge an CO2, die durch den Einkauf eines Artikels entsteht. Die Werte können in Gramm, Kilogramm oder Tonne angelegt werden. | Foto: Softbauware

Langen (ABZ). – Seit Inkrafttreten der EU-Richtlinie 2022/2464 müssen zahlreiche Unternehmen ihre CO2-Emissionswerte erfassen und bilanzieren.

Das ERP-System ERPbos des Unternehmens Softbauware soll laut Hersteller diese Dokumentationspflicht durch schnittstellenübergreifende Datenerfassung erleichtern und gleichzeitig Optimierungspotenziale aufzeigen.

Die EU-Richtlinie 2022/2464, die in nationales Recht umgesetzt wurde, gibt vor, dass Nachhaltigkeitsinformationen den gleichen Stellenwert wie Finanzinformationen eines Unternehmens erhalten. Diese Anforderungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2024 zunächst für bereits berichtspflichtige Unternehmen. Seit Beginn des Jahrs 2025 wurde der Geltungsbereich auf alle bilanzrechtlich großen Kapitalgesellschaften, Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen sowie Konzernmutterunternehmen großer Unternehmensgruppen ausgeweitet.

Die Bilanzierung der CO2-Emissionen kann aufwändig sein. Das ERP-System ERPbos wurde nach Angaben von Softbauware speziell für die Anforderungen der Bauzulieferindustrie entwickelt. In den Stammdaten des Systems können die CO2-Emissionswerte sowohl für eigenproduzierte als auch für eingekaufte Artikel hinterlegt werden. Diese Werte beziehen sich auf die Emissionen während der Produktionsphase.

Einkaufs- und Vertriebsdokumente enthalten die Werte der jeweiligen Positionen, und transportbedingte CO2-Emissionen können im Lieferdokument ergänzt werden. Alle erfassten Daten werden ins Lagerjournal gebucht und stehen für weitere Analysen zur Verfügung.

Innerhalb der Arbeitspläne sind die Stückzeiten für die Arbeitsplätze abrufbar. Für die Kalkulation werden diese Stückzeiten herangezogen, um die CO2-Emissionen entsprechend der hinterlegten Menge für den Arbeitsplatz zu berechnen. Das Ergebnis wird mit den Emissionswerten aus der Ressourcenliste summiert, um den gesamten CO2-Fußabdruck eines Artikels zu ermitteln.

Zur Dokumentation und Bilanzierung wurden dem Artikelstamm drei Felder zum CO2-Fußabdruck hinzugefügt: Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck pro Lagereinheit erfasst die Menge an CO2, die durch den Einkauf eines Artikels entsteht. Die Werte können in Gramm, Kilogramm oder Tonne angelegt werden. Der Wert "Produktion pro Lagereinheit" weist die Menge an CO2 aus, die bei der eigenen Produktion eines Artikels entsteht. Die Bewertungsart bestimmt die Vorbelegung des Wertes für einen Vorgang, beispielsweise im Auftrag. Dem Unternehmen zufolge erfolgt die Berechnung automatisch unter Einbezug aller relevanten Parameter. Die Emissionen können für jeden Zeitpunkt der Produktion einzeln abgerufen werden. Dadurch sollen Firmen nicht nur bei der gesetzeskonformen Bilanzierung unterstützt werden, sondern auch ungenutzte Potenziale für weitere Emissionseinsparungen erkennen können.

ABZ

ABZ

Gebaut wird überall, und das zu jeder Zeit! Die Allgemeine Bauzeitung begleitet das gesamte Baugewerbe. Schnell, sachlich und neutral - so sind wir Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung geworden.

Alle Artikel

Weitere in Nachhaltige Gebäudetechnik

Alle anzeigen

Weitere von ABZ

Alle anzeigen