Neumünster (ABZ). – Der laut Veranstalter zur vergangenen NordBau erfolgreich gestartete Baukongress CONBAU Nord wird in diesem Jahr fortgeführt. Teilnehmer, Referenten und Organisatoren zogen nach der Premiere eine äußerst positive Bilanz.
Der interdisziplinäre Austausch zu den Themen Wärmewende und Wohnungsbau soll weiterhin Grundlage der Netzwerkveranstaltung sein, heißt es. Die Technische Hochschule Lübeck, die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, die Investitionsbank Schleswig-Holstein sowie die NordBau erarbeiten bereits das Programm für die CONBAU Nord 2025, die am 10. und 11. September wieder parallel zur NordBau stattfinden wird.
Interessierte können sich dem Veranstalter zufolge an diesen beiden Tagen auf spannende Sitzungen freuen, in denen praxisnahe Lösungen vorgestellt werden und die branchenübergreifenden Austausch ermöglichen. Abgerundet werden kann die Kongressteilnahme durch einen Besuch der Baufachmesse NordBau, die die Vielfalt an Baumaschinen, Baugeräten, Nutzfahrzeugen, Werkzeug und Zubehör präsentieren will und zudem zwei Sonderthemen bietet, die prägen sollen.
Temperatur abgesenkter Asphalt
Die Einsparung von CO2 und Energie spielt nicht nur im Gebäudesektor und bei der Wärmewende eine entscheidende Rolle, sondern auch im Straßenbau. Dabei gilt bereits seit Januar 2025, mit einer Übergangszeit bis Ende 2026, eine neue EU-Richtlinie für den Einbau von Asphalt. Die besagt, dass nur noch Temperatur abgesenkter Asphalt eingebaut werden darf. Dadurch, dass die Temperatur bei der Asphaltherstellung um circa 30 bis 50 °Grad niedriger ist, wird der Aerosole-Arbeitsplatzgrenzwert auf nur noch 1,5 Milligramm pro Kubikmeter festgelegt.
Bisher lag er bei 10 Milligramm pro Kubikmeter. Die Neuerung habe aber auch Herausforderungen für alle am Prozess Beteiligten. Welche Umstellung muss bei den Geräten vorgenommen werden? Unter welchen Außentemperaturen und in welchem zeitlichen Rahmen kann der neue Asphalt eingebaut werden? Und welche Komponenten müssen nun beigemischt werden, um die notwendige Qualität zu erreichen? Die Sonderschau, die auf der NordBau mit Branchenexperten erarbeitet und präsentiert wird, soll Antworten geben und bereits erfolgreiche Beispiele dieser neuen Asphaltvariante zeigen.
Vorgaben einhalten
Bauunternehmen, Kommunen und ausschreibende Verwaltungen, Landesbetriebe und Landesämter Straßenbau und Verkehr, Kämmerer, Logistiker, Ingenieurbüros und weitere Interessierte können sich in Halle 6 zu dem Thema informieren und sich untereinander austauschen, um nach der Übergangsfrist die neuen Vorgaben einhalten zu können.