Der Wohnungsbau in Deutschland ist seit drei Jahren rückläufig; 2024 endete mit 18.600 Baugenehmigungen, 27 Prozent weniger als im Vorjahr. Neubauförderung und Bürokratieabbau wird von Verbänden gefordert.
Aktuelle Ergebnisse der Erhebung Global Construction Monitor für das dritte Quartal 2024 zeigen eine leichte Verlangsamung des Wachstums der Bautätigkeit weltweit, wobei die Trends auf Sektorebene stärker divergieren.
In Sachsen-Anhalt fallen einige Unternehmen aus der Braubranche weg, vorwiegend kleinere Betriebe. Besonders groß ist das Umsatzminus in einem Bereich.
Im September 2024 gab es in Deutschland 23,1 % weniger Baugenehmigungen als im Vorjahresmonat, insgesamt 15.300 Wohnungen. Neubauwohnungen sanken um 31,1 %.
Überbordende Bürokratie kostet Deutschland nach Berechnungen des ifo Instituts jedes Jahr 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung. Eine Reform sei dringend notwendig: "Die Kosten von Nichtstun sind riesig, gemessen am Wachstumspotenzial, das im Bürokratieabbau schlummert", sagt Professor Oliver F
Nominal erwirtschaftet das Baugewerbe in Sachsen-Anhalt im dritten Quartal mehr Umsatz, preisbereinigt gehen die Erlöse aber zurück. Besonders eine Branche kämpft mit Einbußen und weniger Aufträgen.
Der Wohnungsbau leidet verstärkt unter Auftragsmangel; 52,9% der Firmen betroffen. Zinssenkungen zeigen noch keine Wirkung, doch weniger Pessimismus verbreitet sich.
Das Handwerk in Deutschland erzielte 2022 ein Umsatzplus von 9,3 Prozent auf 720 Milliarden Euro, bedingt durch hohe Inflation. Die Zahl der Handwerksunternehmen stieg leicht um 0,3 Prozent, während die Beschäftigtenzahl um 0,3 Prozent sank.
Studien belegen eine hohe Nachfrage nach Sanierungs- und Revitalisierungsprojekten in Europa. Trotz bürokratischer Hürden und Kosten sind Revitalisierungen attraktiv, um Nutzwert und Lebensdauer von Gebäuden zu erhöhen.
Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben im ersten Halbjahr 2024 weniger Bauvorhaben genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Besonders im Wohnungsbau sank die Zahl.