Leinefelde-Worbis (ABZ). – Beim Transport großer Baumaschinen wie Baggern oder Radladern stellt die gesetzlich vorgeschriebene Maximalhöhe von 4 m eine Herausforderung dar.
Das Baumaschinenunternehmen Bode hat für dieses Problem eine Lösung gefunden und setzt auf einen 3-achsigen Tiefbettsattelauflieger vom Typ Tiefbett X mit der Pendelachse tera aus dem Hause Doll. Nach Aussage des Herstellers können mit diesem Fahrzeug selbst Bagger bis zu einer Transporthöhe von 3700 mm innerhalb der gesetzlichen Vorgaben transportiert werden. Überschreitungen der 4-Meter-Grenze würden Sondergenehmigungen erfordern, die mit mehr Bürokratie, längerer Planung und höheren Kosten verbunden sind.
"Beim Transport der großen JCB-Bagger ist vor allem die Höhe des Baggerarms der limitierende Faktor", erklärt Michael Schneider, Transportleiter bei Bode Bautechnik. "Durch die breite Baggermulde des Tiefladers können wir den Arm tiefer ablegen und bleiben so unter 4 Metern Höhe." Die spezielle Bauweise der Pendelachse DOLL tera bietet Platz für eine durchgehende Mulde mit einer Breite von bis zu 900 mm und einer Tiefe von 550 mm.
Das Hinterachsfahrwerk verfügt über einen Hub von 600 mm, was laut Schneider auch an schwierigen Stellen mit großen Höhenunterschieden ausreichend Bodenfreiheit gewährleistet. Der Auflieger ist mit einem hydraulisch abfahrbaren Schwanenhals ausgestattet, der einen nahezu ebenerdigen Beladevorgang von vorne ermöglicht. Alternativ kann das Fahrzeug über Aluminiumrampen am Heck beladen werden. "Das Tiefbett ist so niedrig, dass man sogar von der Seite mit dem Bagger auffahren kann – das erfordert natürlich etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung", erklärt der Fachmann. Für mehr Sicherheit beim Rangieren auf der Baustelle sorgt eine integrierte Rückfahrkamera.
"Wenn der geladene Bagger 3 Meter breit ist, hat man nach hinten praktisch keine Sicht mehr. Die Rückfahrkamera ist für mich kein Extra, sondern eine echte Sicherheitsfunktion – vor allem auf unübersichtlichen Baustellen", berichtet der Transportleiter. Die Bedienung des Aufliegers wird durch das Steuerungssystem "DOLL control" unterstützt.
Über ein 7-Zoll-Farbdisplay erhält der Fahrer Informationen zu Reifendruck, Gewichtsverteilung, Lastpositionierung oder der Position der Abdrückzylinder. Alle Funktionen lassen sich auch über die Funkfernbedienung "DOLL connect" steuern. "Bei unserem alten Auflieger musste ich zum manuellen Nachlenken aussteigen und eine Kabelfernbedienung am Fahrzeugheck anschließen. Jetzt kann ich vom Führerhaus aus das Fahrniveau einstellen oder in die Lenkung eingreifen", erklärt Schneider.
Für die elektronische Einspurung (EEP) genügt den Verantwortlichen zufolge ein Tastendruck auf der Funkfernsteuerung: Das System berechnet automatisch den korrekten Lenkeinschlag der Achsen bei langsamer Kurvenfahrt.
Bode Bautechnik, ein Unternehmen mit 60 Mitarbeitenden, ist neben dem Vertrieb und der Vermietung von Baumaschinen auch im Spezialtiefbau tätig. Daher war es wichtig, ein vielseitig einsetzbares Fahrzeug zu beschaffen. Mit einem verschiebbaren Auflagebock lässt sich eine ebene Ladefläche schaffen, die sich bei Bedarf um bis zu 5700 mm teleskopieren lässt. So können auch lange Güter wie Spundbohlen und Stahlträger transportiert werden. Der Tiefbettauflieger hat laut Angaben des Herstellers eine Nutzlast von bis zu 45 t.